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Bergbau-Denkmal in Marpingen mit Graffiti verunstaltet

Bürgermeister von Marpingen entsetzt : Bergbau-Denkmal mit Graffiti verunstaltet

In Marpingen haben es Sprayer auf den Stollen-Nachbau abgesehen. Die St. Wendeler Polizei sucht nach Hinweisen.

Marpingens Bürgermeister Volker Weber (SPD) ist fassungslos – und vor allem unfassbar wütend. Denn in der Nacht von Samstag auf Sonntag haben Sprayer das Gemälde im Grubenstollen-Nachbau am Ortsausgang von Marpingen in Richtung Urexweiler mit einem Graffiti beschmiert. „Ich frage mich, wie man auf die Idee kommen kann, ein solches Denkmal so zu verschandeln. Der Bergbau ist quasi in jedem Haushalt in unserer Gemeinde zu Hause gewesen. Eltern, Großeltern oder Ur-Großeltern lebten von diesem Wirtschaftszweig und dann gibt es solche Ignoranten, die nichts Besseres zu tun haben, unser aller Erbe so mit Füßen zu treten“, macht Weber seinem Ärger im sozialen Netzwerk Facebook Luft.

Aus dem Urlaub heraus habe er veranlasst, Anzeige zu erstatten und um Überprüfung des Schadens gebeten. Wie hoch dieser ist, sei derzeit noch nicht bekannt. Ebenso wenig, ob das verunstaltete Gemälde noch zu retten sei. Laut eines Sprechers der Verwaltung ist diesbezüglich ein Ortstermin mit dem Künstler Christoph Thomé geplant. „Wir würden uns freuen, wenn es Hinweise auf die Täter geben würde“, sagt der Sprecher. Wer etwas gesehen habe, sollte sich an die Polizeiinspektion in der Kreisstadt St. Wendel wenden.

Das Denkmal befindet sich am Parkplatz Bergmannskreuz. Der örtliche Bergmannsverein, die Saarbergwerke AG und die Gemeinde Marpingen haben es im Jahr 1999 errichtet. Wie Bürgermeister Weber mitteilt, sei vorgesehen gewesen, den Stollen-Nachbau in diesem Jahr zu sanieren.

Hinweise an die Polizei St. Wendel, Tel. (0 68 51) 89 80.