Auf den Spuren des Bibers

Marpingen. Einmal im großen Bogen rund um Berschweiler führt der neue Premium-Wanderweg in der Gemeinde Marpingen, der kürzlich als "Biberpfad" offiziell eröffnet wurde (wir berichteten). "Ich kann nur jedem empfehlen, ihn einmal selbst zu gehen", warb damals Marpingens Bürgermeister Werner Laub für den Wander-Selbstversuch

Marpingen. Einmal im großen Bogen rund um Berschweiler führt der neue Premium-Wanderweg in der Gemeinde Marpingen, der kürzlich als "Biberpfad" offiziell eröffnet wurde (wir berichteten). "Ich kann nur jedem empfehlen, ihn einmal selbst zu gehen", warb damals Marpingens Bürgermeister Werner Laub für den Wander-Selbstversuch. Gesagt, getan - die Stiefel geschnürt, die windabweisende Jacke an, Mütze auf und ab geht es zu einem Herbstspaziergang auf den Biberpfad. Der misst 19 Kilometer, überquert rund 650 Höhenmeter und soll in gut sechseinhalb Stunden zu bewältigen sein. Offiziell startet der Biberpfad unterhalb der Berschweiler Biberburg, wo auch die offizielle Einweihungsfeier stattfand, unweit des Parkplatzes an der L 133. Warmmachen vor dem Start entfällt, denn zunächst geht es ausschließlich bergauf - das bringt Kreislauf und Muskulatur zwangsläufig auf Betriebstemperatur. Wanderstöcke wären nicht schlecht gewesen, schießt es mir durch den Kopf, während ich die Wiese oberhalb des Schullandheims überquere und danach den Rand eines Fichtenwaldes erreiche. Ich gehe den Wanderweg gegen den Uhrzeigersinn und stoße nach einigen hundert Metern auf eine Freilicht-Galerie: Ein Holzkünstler hat Baumstümpfe in Tier-Skulpturen verwandelt - stumm grüßen Uhu, Eichhorn und Taube. Nachdem ein verwunschen wirkendes Wäldchen auf verschlungenem Pfad durchquert wurde, erreiche ich erstmals freies Feld, streife dies jedoch nur und verschwinde wieder im Wald. Rechts von hier sollen Keltengräber liegen. Dann eine Entdeckung: Alte Markierungssteine säumen den Weg, mit Rauten als Hoheitszeichen eingemeißelt; waren die Bayern hier unterwegs? Das will ich genauer wissen: Auf der vom Weg abgewandten Seite sind die Buchstaben N und S zu erkennen, sowie ein Zeichen, das sich bei späterer Nachforschung als "Wolfsangel" herausstellt. Eine Art Markenzeichen des Hauses Nassau-Saarbrücken (für NS). Weiter geht die Wander-Tour auf dem gut ausgeschilderten Biberpfad, und bald ist der höchste Punkt des ersten Streckenabschnitts erreicht. Nun geht es bergab. Doch zunächst belohne ich mich mit einer Rast, wähle dafür eine so genannte Sinnenbank, von wo aus der Blick herrlich in die Ferne schweifen kann. Dominiert wird das sich bietende Panoramabild vom übermächtigen Schaumberg. tog

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