Aggressive Moskitos fallen über den Spitzenreiter her

Aggressive Moskitos fallen über den Spitzenreiter her

Abwehrstark, treffsicher und spielerisch furios: Mit der bislang besten Saisonleistung hat Frauenhandball-Oberligist HSG Marpingen-Alsweiler dem Tabellenführer TSG Friesenheim eine 30:21-Niederlage verpasst.

150 begeisterte Zuschauer erlebten am Samstag in der Alsweiler Sporthalle eine enorme Leistungssteigerung des Handball-Oberligisten HSG Marpingen-Alsweiler gegenüber der Vorwochen. Die Moskitos legten einen 60-minütigen Top-Auftritt hin und fertigten Spitzenreiter TSG Friesenheim mit 30:21 (15:9) ab. "Wir brauchten einen Befreiungsschlag, die letzten Spiele waren ja nicht so gut", erklärte Torfrau Christine Herrmann strahlend. Die 28-Jährige zog mit ihrem guten Stellungsspiel dem TSG-Rückraum früh den Zahn. "Vor mir stand aber auch eine super Abwehrformation, alle haben richtig zugepackt", lobte Herrmann. Was sich beim Zwischenstand von 4:2 (6. Minute) andeutete, setzte sich über die gesamte Spielzeit fort. In der Deckung agierten die Moskitos aggressiv und konzentriert, das Angriffsspiel war variabel und vom Gegner nie zu kontrollieren. Sara Urhahn erzielte mit zwei aufeinander folgenden Eins-gegen-eins-Aktionen die 6:3-Führung. Eine Augenweide war das verdeckte Anspiel von Steffi Schreier zu Kreisläuferin Anna Bermann, die auf 10:5 erhöhte. Christine Lezaud netzte danach doppelt, und Linksaußen Denise Jung markierte die 15:9-Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel wollte Friesenheim die furiosen Moskitos mit einer offensiven Deckung einfangen. Trainer Jürgen Hartz konterte sofort, brachte für Torhüterin Herrmann die siebte Feldspielerin, und Lezaud sowie Lara Hanslik bauten den Vorsprung auf 19:13 aus (39.). Apropos Linkshänderin Hanslik. "Lara hat einen großen Schritt nach vorne gemacht, so brauchen wir sie", sagte Hartz zur Präsentation der neunfachen Torschützin.

Ohne eine Schwächephase zogen die Moskitos bis auf 26:18 davon. "Es hat vieles geklappt, was sonst nicht geklappt hat", meinte Hartz. Beim Schlusspfiff feierte die HSG einen unerwartet hohen 30:21-Heimerfolg und kippte damit den Tabellenführer. "Nur 21 Gegentore haben wir kassiert, das war entscheidend für den Sieg. Es war bisher unser bestes Saisonspiel, die Mannschaft besitzt auch die Qualität für solch starke Leistungen", resümierte der Trainer zufrieden. Mit 6:8 Punkten belegen die Moskitos in der Tabelle Platz neun. Am Samstag, 19.30 Uhr, tritt die HSG bei Schlusslicht HSV Sobernheim an.

Die Tore für die HSG Marpingen-Alsweiler: Lara Hanslik 9/2, Anna Bermann 5, Lisa Meier 4/1, Steffi Schreier, Christine Lezaud je 3, Denise Jung, Sara Urhahn je 2, Maike Ohlmann, Carolin Wegmann, Nathalie Buschmann je 1.

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