Lob Gottes bringt Spenden

Lob Gottes bringt Spenden

Sotzweiler. "Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica", soll der Reformator Martin Luther einmal gesagt haben. Wenn es dann noch geistliche Musik ist, wie sie am Sonntag in der Sotzweiler Pfarrkirche von vier Chören und einem Instrumentalensemble dargeboten wurde, kann ihm nur zugestimmt werden

Sotzweiler. "Der schönsten und herrlichsten Gaben Gottes eine ist die Musica", soll der Reformator Martin Luther einmal gesagt haben. Wenn es dann noch geistliche Musik ist, wie sie am Sonntag in der Sotzweiler Pfarrkirche von vier Chören und einem Instrumentalensemble dargeboten wurde, kann ihm nur zugestimmt werden. 150 Besucher kamen zu diesem Konzert, das keinen Eintritt kostete. Eingegangene Spenden wurden an den Verein Nest für Straßenkinder Schaumberg weitergeleitet. Die vier Lieder des Schaumbergchores Sotzweiler/Bergweiler unter Leitung von Gerhard Geib waren ein einziges Lob auf den Schöpfer und auf die Schönheit der Welt. Sie gipfelten in dem von Gottfried Ganz komponierten andächtig vorgetragenen "Vater unser". Hohes gesangliches Niveau offenbarte der Kirchenchor St. Mauritius. Wunderbarer EinstiegUnter seinem Dirigenten Thomas Martin gelang mit dem Satz "Preis und Anbetung", der von Bläsern begleitet wurde, mit hymnischen Klängen ein wunderbarer Einstieg in das Programm des Chores. Christliche Zuversicht strahlte das Lied "Die Gott lieben werden sein wie die Sonne" aus, während das bekannte Mozart'sche "Ave verum" wie ein inniges Gebet dahinfloss. Zu höchster Leistung schwang sich der Chor bei den drei Strophen des bekannten "Die Himmel rühmen" von Ludwig von Beethoven empor. In himmlische Klangwelten wurden die Besucher vom Kammerchor Schaumberg unter Torsten Hansen entführt. Drei Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy zeigten, welch großes Können in dem Chor steckt. Das romantisch-klassizistische Schaffen Mendelssohn-Bartholdys wurde in den Stücken "Denn er hat seinen Engeln befohlen", "Richte mich, Gott" und "Jauchzet dem Herrn alle Welt" hervorragend herausgearbeitet. Der Engländer John Dowland (1562 - 1626) war mit vier Madrigalen vertreten. Seine mehrstimmigen Vokalkompositionen, die sich durch geschliffene Erfassung der Texte auszeichneten, wurden von dem Kammerchor als eine repräsentative Musik dargeboten. Anspruchsvolle Werke, die einen vielfältigen Klangreichtum aufzeigten, hatte der Grosswald-Chor Eiweiler auf sein Programm gesetzt. Die unter Leitung von Werner Kirsch vorgetragenen sechs geistlichen Lieder waren das meditative Finale des reichhaltigen Chorprogrammes an diesem Nachmittag. Eindrucksvoll erklang das "Ave Maria" des niederländischen Komponisten Jakob Arcadelt (um 1500 - 1568), der seinerzeit päpstlicher Kapellsänger in Rom war. "In stiller Nacht" von Johannes Brahms versetzte die Zuhörer an den Beginn des Leidens Christi auf dem Ölberg. "Ich bete an die Macht der Liebe" reihte sich würdig in die Vortragsreihe ein. Mit vier Sätzen brachte sich das Bläserensemble des Musikvereins Stern Sotzweiler/Bergweiler in das Programm ein. "Unser Haus der Nächstenliebe braucht ein sicheres Fundament", hatte die Vorsitzende des Vereins Nest für Straßenkinder, Anneliese Junker, zu Beginn des Konzertes gesagt. Sie dankte den Besuchern für die eingehenden Spenden. Aber nicht nur Geld spiele bei der Vereinsarbeit eine Rolle, sondern auch das Gebet der Gläubigen sei notwendig. gtr