"Lasst uns beginnen fröhlich zu singen"

Gronig. 90 Jahre Chorgesang in Gronig. "Damit es überhaupt so weit kommen konnte, bedurfte es vieler Bausteine", sagte Michael Wirtz, einer der Vorsitzenden des Männergesangvereins Gronig am Samstagabend in der Oberthaler Bliestalhalle. Wenn auch mit deutlich weniger Sängern als früher sei der Chor aber noch immer ein intakter Klangkörper

Gronig. 90 Jahre Chorgesang in Gronig. "Damit es überhaupt so weit kommen konnte, bedurfte es vieler Bausteine", sagte Michael Wirtz, einer der Vorsitzenden des Männergesangvereins Gronig am Samstagabend in der Oberthaler Bliestalhalle. Wenn auch mit deutlich weniger Sängern als früher sei der Chor aber noch immer ein intakter Klangkörper. Diese Aussage fanden die fast 400 Gäste nach der Ansprache bestätigt. Der aus vier Werken bestehende Melodienreigen, den das Geburtstagskind vortrug, honorierten die Besucher mit starkem Beifall. Das "Wohlan, ihr Freunde, seid gegrüßt" war wie ein Startsignal für das, was an Liedbeiträgen an diesem Abend noch folgen sollte. Mit einem strahlenden ersten Tenor und einer imponierenden Harmonie erklang das "Lasst uns beginnen fröhlich zu singen". Innig und bedeutungsschwer folgte "Wo die Liebe lebt", eine Komposition, in der Otto Groll zwar von Not und Leid in der Welt spricht, mit viel Feingefühl in der Melodie aber auch von der unerschütterlichen Hoffnung, die nur die Liebe zu schenken vermag. Auch in dem vierten Chorsatz, dem vertonten Herbstgedicht "Der Nebel steigt, es fällt das Laub", bewiesen die Groniger Sänger, dass sie nicht nur stimmlich gut besetzt sind, sondern unter ihrem Dirigenten Egbert Ohlmann auch reife Leistungen zu erbringen vermögen.Breit gefächert war die Palette der Komponisten, deren Werke die Männerchöre aus Neuhütten, Oberthal und Winterbach sowie die Viel-Harmonie Alsweiler/Bliesen zu einem mitreißenden Konzert werden ließen. Tonsätze von Jean Philip Rameau und Karl Loewe waren dabei, von Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy, von Franz Schubert und Antonin Dvorak. Selbst die Beatles und Frank Sinatra machten an diesem Abend Station in der Bliestalhalle. Für einen schwungvollen Auftakt hatte die Trachtenkapelle Harmonie Gronig unter Leitung von Gernot Wirbel gesorgt, die im Programmverlauf noch vier Mal Proben ihres vorzüglichen Könnens ablegen durfte. In seiner Festrede ging Vorstandsmitglied Gerd Wagner auf die 90-jährige Geschichte des Männergesangvereins ein, der seit 1972 auch einen Seniorenchor besitzt. Der Verein sei ein lebendiges Glied der Ortsgemeinde. Die Einsatzbereitschaft und die Kameradschaft der Sänger untereinander seien die Räder, die den Chor antreiben würden. Grüße und Glückwünsche überbrachten der Kreisbeigeordnete Werner Wilhelm, der Oberthaler Bürgermeister Stephan Rausch, der Groniger Ortsvorsteher Christian Biegel und der Vorsitzende des Kreischorverbandes, Ingbert Schummer.