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Kutschfahrer sind hart im Nehmen

Kutschfahrer sind hart im Nehmen

Bliesen/St. Wendel. Die große Faszination des Kutschfahrens können die Zuschauer am Wochenende beim Fahrturnier des RFV Bliesen erleben. Denn von heute bis Sonntag trägt der Gastgeberverein gleich zwei wichtige Veranstaltungen parallel aus: zum einen die süddeutsche Mannschaftsmeisterschaft der Ein- und Zweispänner, zum anderen die Saarlandmeisterschaft der Pony- und Pferde-Zweispänner

Bliesen/St. Wendel. Die große Faszination des Kutschfahrens können die Zuschauer am Wochenende beim Fahrturnier des RFV Bliesen erleben. Denn von heute bis Sonntag trägt der Gastgeberverein gleich zwei wichtige Veranstaltungen parallel aus: zum einen die süddeutsche Mannschaftsmeisterschaft der Ein- und Zweispänner, zum anderen die Saarlandmeisterschaft der Pony- und Pferde-Zweispänner. Insgesamt zwölf Prüfungen stehen auf dem Programm der dreitägigen Freiland-Veranstaltung. "Wir freuen uns darüber, erneut die Saarlandmeisterschaft ausrichten zu dürfen. Veranstalter der süddeutschen Meisterschaft zu sein, ist natürlich eine besondere Ehre", sagt Christoph Feidt, der Vorsitzende des RFV Bliesen. "Schließlich haben sich nur die besten Fahrer aus Hessen, Baden-Württemberg, Sachsen, Thüringen, Bayern, Rheinland-Pfalz und natürlich dem Saarland für die Teilnahme qualifiziert." Der Verein habe extra die dafür nötige Infrastruktur geschaffen. Die saarländischen Fahrer, die parallel bei der Saarlandmeisterschaft antreten, sind Helmut Hector, Andreas Rupp, Andreas Priester, Astrid Dräger, Steffen Schäfer, Hermann Therre-Schuh und Erika Kuhn. "Obwohl es in unserem Verein gleich mehrere Fahrer gibt, haben wir dieses Mal leider nur Hermann Therre-Schuh am Start", sagt Feidt. Der Vorsitzende, der selbst ein erfolgreicher Fahrer ist, nimmt es aber gelassen: "Einer ist besser als keiner. Er wird die Vereinsehre schon hochhalten." Die Gründe für den Verzicht der übrigen Mitglieder seien die zeitaufwändigen Turniervorbereitungen, die das nötige Training vereitelt hätten, und der Umstand, dass man auch während des Turniers helfende Hände brauche. Zudem habe das regnerische Wetter den Reitplatz unbefahrbar gemacht und so eine logistische Großleistung erforderlich gemacht. Feidt: "Wegen des schlechten Bodens müssen wir mit dem Dressur- und Kegelfahren auf das Kasernengelände in St. Wendel ausweichen, nur die Geländeprüfung findet in Bliesen statt. Daher müssen wir neben dem für die Prüfungen nötigen Equipment auch eine zweite Gastronomie vor Ort bringen." Für die Kutschfahrer bedeutet dies ebenfalls doppelte Arbeit, da sie samt Pferden und Kutschen pendeln müssen. Der Vorsitzende ist zuversichtlich: "Ich denke trotzdem nicht, dass es Probleme gibt. Die Fahrer sind nämlich ein eingeschworenes Team und hart im Nehmen." Das Turnier beginnt heute um 10 Uhr mit der Dressur. Morgen und am Sonntag finden von 9 Uhr bis 16 beziehungsweise 17 Uhr das Gelände- und das Kegelfahren statt. hch

Auf einen BlickZeitplan Fahrturnier beim RFV BliesenFreitag: 10 bis 17 Uhr Dressurfahren.Samstag: 9 bis 17 Uhr GeländefahrenSonntag: 9 bis 16 Uhr Hindernisfahren. hch