Entsorgungsverband informiert Warum Plastik nicht in die Biotonne gehört

St Wendel · Sprecher des Entsorgungsverbandes Saar erläutert, warum die Regeln beim Befüllen der Abfallgefäse so wichtig sind.

 So ist es richtig: Plastiktüten gehören in den Restmüll und nicht in die Biotonne.

So ist es richtig: Plastiktüten gehören in den Restmüll und nicht in die Biotonne.

Foto: dpa-tmn/Bernd Weissbrod

Aus Hygienegründen wird Biogut oft in Plastiktüten gesammelt und dann samt Tüte in die Biotonne geworfen. Kunststoffe können jedoch bei der Kompostierung oder Vergärung nicht abgebaut werden, was zwangsläufig zu einer Verunreinigung des Kompostes führt. Wie ein Sprecher des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) daher erklärt, gilt generell: ·Kunststoffe gehören nicht in die Biotonne. „Das gilt auch für als kompostierbar oder biologisch abbaubar bezeichnete Kunststoffe – also beispielsweise als abbaubar bezeichnete Kunststofftüten – sowie Kunststoffverbunde, denn diese verrotten in den Kompostwerken nicht vollständig und verringern die Kompostqualität erheblich.“

Selbst wenn biologisch abbaubare Kunststoffe so abgebaut würden, dass kein Kunststoffanteil mehr zu sehen wäre, werden zugegebene Zusatzstoffe wie Weichmacher über den Kompost in die Umwelt transportiert. Bei einzelnen Kunststoffprodukten werden auch andere Materialien beigemischt, um die Reißfähigkeit zu erhöhen, zum Beispiel bei der Schlaufe. „Diese Teile zersetzen sich dann unter Umständen gar nicht“, erklärt der Sprecher. Und er weist darauf hin, dass falsch befüllte Abfallgefäße aus diesem Grund nicht entleert werden. „Auch eine Nachleerung ist nicht vorgesehen. Stattdessen werden entsprechend falsch befüllte Gefäße mit einem Aufkleber versehen, auf dem darauf hingewiesen wird, dass die störenden Stoffe entfernt und über die Restabfalltonne oder Abfallsäcke des EVS, die bei der Kommune erhältlich sind, entsorgt werden müssen.“

Alternativ könne die falsch befüllte Biotonne – nach Anmeldung beim EVS unter der Tel. (06 81) 5 00 07 06 – bei der nächsten Restabfallentsorgung bereitgestellt werden. „Diese außergewöhnliche Entleerung wird dann als Leerung des Restabfallgefäßes berücksichtigt. Über die Restabfalltonne entsorgt, können die Kunststoffe bei der thermischen Verwertung zumindest noch der Energiegewinnung dienen“, sagt der EVS-Mitarbeiter. Und er weist noch einmal darauf hin, „dass die beauftragten Abfuhrunternehmer gehalten sind, auf eine korrekte Befüllung der Biogefäße zu achten, aber auch der EVS eigene Kontrollen durchführt“.

Ziel dieses konsequenten Vorgehens sei es, dem Verbraucher als Ergebnis der Kompostierung ein hochwertiges unverfälschtes Naturprodukt anbieten zu können.

Alternativ zu den kompostierbaren Biomüllbeuteln lasse sich das Biogut auch in Papiertüten oder in Zeitungspapier eingewickelt in die Biotonne geben. Dies hätte darüber hinaus den positiven Nebeneffekt, dass im Winter das Risiko verringert wird, dass der Inhalt der Biotonne einfriert, und im Sommer, dass üble Gerüche auftreten.

Alle weiteren Infos zur richtigen Befüllung der Biotonne gibt es im Internet. Fragen zum Thema beantworten Mitarbeiter des EVS Kunden-Service-Centers  unter der Tel. (06 81) 5 00 05 55. Oder per E-Mail an: service-abfall@evs.de.

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