Kürzere Wege für die Helfer

Kürzere Wege für die Helfer

St. Wendel. Unter dem Leitmotiv "Gemeinsam engagiert für eine gerechtere Welt" stellten der St. Wendeler Eine-Welt-Laden, der durch den Verkauf von fair gehandelten Produkten Hilfsprojekte in Südamerika unterstützt, der noch junge Verein "Medical Care Somalia", der auf Initiative des St. Wendeler Arztes Dr. Ahmed Awad Aufbauarbeit in Somalia ermöglicht, und die St

St. Wendel. Unter dem Leitmotiv "Gemeinsam engagiert für eine gerechtere Welt" stellten der St. Wendeler Eine-Welt-Laden, der durch den Verkauf von fair gehandelten Produkten Hilfsprojekte in Südamerika unterstützt, der noch junge Verein "Medical Care Somalia", der auf Initiative des St. Wendeler Arztes Dr. Ahmed Awad Aufbauarbeit in Somalia ermöglicht, und die St. Wendeler Unicef-Gruppe ihre Arbeiten vor. "Es wäre klasse, wenn mehrere Hilfsorganisationen sich an einen Tisch setzen, regelmäßige Treffen organisieren und vielleicht auch einmal eine gemeinsame Aktion durchführen", regte Unicef-Mitglied Kathrin Beck an.Christoph Schirra von der Ehrenamtbörse des Landkreises registrierte dies als überaus positiven Ansatz für seine weiteren Überlegungen. "Eventuell könnte man auch eine Arbeitsgemeinschaft gründen und für alle Initiativen eine gemeinsame Datenbank anlegen", schwebte im als Zukunftsidee vor.Ziel des Forum ist es, den ersten Kontakt zwischen den Organisationen untereinander und Menschen, die an einer ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert sind, herzustellen. Und das mit Erfolg. So bot Karl-Josef Schuhmann, der Leiter des Erfinderclubs in der Kreisstadt, den drei Initiativen im Bereich Technik spontane Hilfe an. "Für uns ist das ganz wichtig. In Somalia werden dringend Wasseraggregate benötigt", freute sich Awad. Das Hilfsprojekt "Leben ohne Ketten - Hilfe für Ajan", hat in Burao/Somalia eine psychiatrische Tagesklinik und Ambulanz für Kinder und Jugendliche aufgebaut, die wegen Verhaltensauffälligkeiten zu ihrem eigenen Schutz angekettet in ihrem Familien lebten. "Medical Care" verwaltet die Klinik bis 2011, die danach in Regierungsverantwortung übergeben wird. Die Betriebskosten werden durch Spenden finanziert. Der St. Wendeler Eine-Welt-Laden unterstützt zurzeit ein pädagogisches Nachhilfeprojekt für Auszubildende im Bäckerei- und Konditorhandwerk sowie im Garten- und Gemüseanbau. "Die Investitionskosten belaufen sich auf 11 000 Euro", informierte Martina Müller. Der gesamte Erlös aus dem Laden fließt in die diakonische Arbeit für bessere Bildungschancen, vor allem für Frauen aus einer Favela in St. Wendels Partnerstadt Nuvo Hamburgo in Südbrasilien. "Es ist eine sehr befriedigende Arbeit", meinte Ursula Kugler. 18 Mitglieder zählt die Unicef-Gruppe St. Wendel. "Wir wollen für die weltweiten Projekte Gelder sammeln", sagte Lorelies Schöner. Die Gruppe trifft sich regelmäßig, ist mit Infoständen präsent und verkauft Grußkarten. Seit vier Jahren organisiert Karl-Heinz Knob zudem im Landkreis Konzerte, oder Ausstellungen. Auf dem Trödelmarkt in Eckelhausen trifft man die Unicef-Mitglieder sogar hinter dem Tapeziertisch an. Landrat Udo Recktenwald sprach von einer gelungenen Auftaktveranstaltung. "Es haben konkrete Kooperationsüberlegungen stattgefunden", so Recktenwald, der abschließend noch ergänzte, dass man die Thematik weiter nach vorne bringen wolle. frf

Auf einen BlickKontaktadressen: Medical Care Somalia, Dr. Ahmed Awad Tel. (0 68 54) 80 32 18 , E-Mail: brigitte.awad@t-online.de, Im Internet: www. Medicalcare-somalia.de; Unicef-Gruppe St. Wendel, Lorelies Schöner, Tel. (0 68 54) 7 61 18 E-Mail:l.schöner@t-online.de, www.saarbruecken-unicef.de/3525html; Eine-Welt-Laden, Ursula Kugler, Tel. (0 68 51) 35 20; Netzwerk Entwicklungspolitik im Saarland, Harald Kreutzer, Tel. (06 81) 9 38 52 38 E-Mail: info@nes-web.de, www.nes-web.de; Ehrenamtsbörse des Kreises, E-Mail: Christoph Schirra, Tel. (0 68 51) 80 15 23. c.schirra@lkwnd.de, www.lkwnd.de. frf

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