Kreistag kritisiert Informationspolitik des Kultusministeriums

St. Wendel. Einen Brief aus dem St. Wendeler Landratsamt wird in den nächsten Tagen der saarländische Kultusminister Klaus Kessler erhalten. Kreistag und Landrat Udo Recktenwald werden in diesem Brief das Verfahren des Ministeriums bei der Besetzung der Schulleiterstelle der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal kritisieren

St. Wendel. Einen Brief aus dem St. Wendeler Landratsamt wird in den nächsten Tagen der saarländische Kultusminister Klaus Kessler erhalten. Kreistag und Landrat Udo Recktenwald werden in diesem Brief das Verfahren des Ministeriums bei der Besetzung der Schulleiterstelle der Erweiterten Realschule Namborn-Oberthal kritisieren. Über das Vorgehen des Ministeriums sind Kreistag und Landrat verärgert. Das zeigte sich in der Sitzung des Kreistages am Dienstag deutlich.Dabei geht es den Kommunalpolitikern nicht um die vom Ministerium vorgeschlagene Person, sondern nur um das Verfahren. Das betonten sie deutlich. Landrat Udo Recktenwald sagte: "Am 10. Juni bin ich telefonisch aus dem Ministerium informiert worden, dass die Schulleiterstelle neu besetzt wird. Am gleichen Tag sollte ich das Benehmen herstellen." Bis heute habe ihn das Ministerium noch nicht informiert, dass die bisherige Schulleiterin an eine andere Schule wechselt. Zudem habe man keine weiteren Informationen über den neuen Schulleiter. Recktenwald: "Ich muss das Verfahren kritisieren. Der Kreis als Schulträger muss doch wissen, wer seine Schulen führt." Dieser Kritik schlossen sich alle Parteien an. Der Kreistag fasste bewusst keinen Beschluss, stellte nicht das so genannte Benehmen her. Stattdessen nahm er den Vorschlag des Ministeriums zu Kenntnis und beauftragte den Landrat, einen Brief an das Ministerium zu schicken und den Landkreistag mit dem Thema zu befassen. Auf die Entscheidung des Ministeriums hat das Votum des Kreistages keinen Einfluss. vf

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