Soll hier abkassiert werden?

Keine Frage, Krankenhäuser sind knapp bei Kasse und müssen zusehen, wo sie Geld herbekommen. Da ist es nur legitim, für das Parken eine angemessene Gebühr zu verlangen. Schließlich müssen die Plätze sauber gehalten und die umgrenzenden Hecken regelmäßig zurückgeschnitten werden. Auch die Beleuchtung kostet Geld, das bislang an anderer Stelle eingespart beziehungsweise verdient werden musste. Und so haben sich die Anrufer, die sich unter der Woche bei der SZ über das Gebaren des Marienkrankenhauses beschwert haben, auch nicht wegen der Parkgebühren selbst aufgeregt. Unmut erregt die schlechte Kommunikation vor Einführung der Gebühr. Noch mehr verärgert allerdings die Tatsache, dass bei Überschreitung der vorab zu zahlenden Parkzeit direkt ein ordentliches Verwarnungsgeld fällig wird. Liebe Klinikleitung, muss das wirklich sein? Dass dieses Parkgebühren-System von einer externen Beraterfirma empfohlen wurde und so ähnlich auch in Lebach oder am Uni-Klinikum in Homburg zum Einsatz kommt, ändert nichts daran, dass es auch anders gegangen wäre. Beispielsweise verlangt auch das städtische Klinikum in Neunkirchen Parkgebühren. Aber die werden im Nachhinein abgerechnet. Und zwar minutengenau und ganz ohne Verwarngeld. Das hätte die Akzeptanz sicherlich deutlich erhöht. So beschleicht mich das Gefühl, dass hier abkassiert werden soll.