Kolumne Apropos Kinderglaube: einfach herrlich!

Wissen Sie noch, wie magisch das Weihnachtsfest in der Kindheit war? Alles hatte etwas Mystisches. Angefangen vom Nikolaus, der mir, zumeist gespielt von meinem Vater, eine Heidenangst einjagte. Dann kamen die Bastelstunden in Kindergarten und Grundschule.

Kolumne Apropos
Foto: Robby Lorenz

Es wurden Wunschzettel geschrieben, Plätzchen ausgestochen und Weihnachtslieder geträllert. Man zählte die Tage rückwärts, konnte es nicht erwarten, dass am Heiligabend endlich das Christkind eintrifft.

Damit es aber überhaupt vorbeikommt, musste das Wohnzimmer hermetisch vor den Kindern abgeriegelt werden, der Schlüssel wurde versteckt. Das Christkind kommt nämlich nur, wenn es keiner sieht, soviel ist ja wohl klar.

Nichtsdestotrotz hat es mich nicht davon abgehalten, Jahr für Jahr um das Schlüsselloch zu tänzeln, um es doch einmal zu Gesicht zu bekommen. Allerdings war es zu gerissen für mich. Erst Jahre später wurde mir bewusst, dass ich nur ums Haus hätte gehen müssen, um das Christkind von außen durch den Wintergarten auf frischer Tat zu ertappen.

Der Traum vom Weihnachtsmann und dem Christkind wären dann wohl Jahre früher geplatzt und auch der Osterhase hätte es wohl schwer gehabt. Ach, Kinderglaube, einfach herrlich!

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