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Kleine Klassen und kostenloses Mittagessen für alle

Kleine Klassen und kostenloses Mittagessen für alle

St. Wendel. Am Sonntag, 19. April, begaben wir (zwölf Schüler und fünf Lehrer des Gymnasiums Wendalinum) uns im Rahmen des Comenius-Projektes auf eine einwöchige Reise nach Finnland. An dieser Comenius-Schulpartnerschaft, die über zwei Jahre geht, nimmt das Gymnasium Wendalinum seit Beginn dieses Schuljahres teil

 Die Finnen mit ihren Gästen aus Deutschland und Italien. Foto: SZ Schule
Die Finnen mit ihren Gästen aus Deutschland und Italien. Foto: SZ Schule

St. Wendel. Am Sonntag, 19. April, begaben wir (zwölf Schüler und fünf Lehrer des Gymnasiums Wendalinum) uns im Rahmen des Comenius-Projektes auf eine einwöchige Reise nach Finnland. An dieser Comenius-Schulpartnerschaft, die über zwei Jahre geht, nimmt das Gymnasium Wendalinum seit Beginn dieses Schuljahres teil. Das Projekt steht unter dem Motto "Young People and Human Rights" (Jugend und Menschenrechte). Daran beteiligt sind drei Schulen aus je einem anderen Land: eine finnische, eine italienische und eine deutsche Schule. Die Projektsprache ist Englisch. Im Rahmen dieser Schulpartnerschaft besuchten uns im November 20 Schüler sowie zehn Lehrer unserer italienischen und finnischen Partnerschulen. Um dieses Projekt weiterzuführen, flog jetzt ein Teil unserer Schüler nach Finnland. Ein weiterer Teil wird im Oktober nach Italien fliegen, um dort erneut mit den italienischen und finnischen Austauschpartnern weiterzuarbeiten. Abgeschlossen wird diese Schulpartnerschaft erst im April 2011. Dann wird am Gymnasium Wendalinum ein vorerst letztes Treffen dieser drei Schulen stattfinden. Unsere finnische Partnerschule liegt in Eurajoki, einer kleinen Gemeinde mit rund 5800 Einwohnern an der Südwestküste Finnlands. Wir wohnten bei unseren Gastgeschwistern, die wir bereits von unserem ersten Comenius-Treffen in St. Wendel kannten. Auf die erste Nacht in Finnland folgte der Unterricht am Montagmorgen. Die ganze Schule traf sich in der Aula, um die Gäste aus Deutschland und Italien willkommen zu heißen. Bei dieser Gelegenheit stellten sich alle drei Schulen kurz vor, natürlich auf Englisch. Anschließend durften wir dem finnischen Schulunterricht folgen und waren erstaunt über die geringe Klassengröße. Lediglich zwischen zehn und 20 Schüler saßen in einer Klasse. Zudem gab es nach jeder Schulstunde eine viertelstündige Pause. Die sechs Unterrichtsstunden, die die Schüler jeden Tag unterrichtet wurden, dauerten dadurch allerdings bis 14.30 Uhr. Zwischendurch aßen wir jeden Tag in der Schulkantine zu Mittag, denn allen finnischen Schülern wird eine kostenlose warme Mahlzeit serviert. Nach dem Unterricht wurde uns ein abwechslungsreiches Programm geboten. Wir wurden im Rathaus empfangen, besichtigten ein Atomkraftwerk und sahen uns die Region Eurajoki an. Mittwochs stand ein Tagesausflug nach Turku auf dem Programm, bei dem wir Turkus Burg und Kathedrale besuchten, aber auch Zeit für Einkäufe und einen Stadtbummel fanden. Daneben kam auch die Arbeit an dem Projekt nicht zu kurz. Wir erstellten Präsentationen über Hilfsorganisationen für Menschenrechte sowie über Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen und dafür auch ausgezeichnet wurden. Zudem stellten alle drei Schulen ihre Ergebnisse vor, die sie seit unserem letzten Treffen in Deutschland erarbeitet hatten. Neben selbst geschriebenen Liedern waren auch finnische, italienische, deutsche und englische Lieder zum Thema Menschenrechte analysiert worden. Am letzten Abend fand eine Abschlussfeier statt. Die einzelnen Schülergruppen stellten ihre während der Woche erarbeiteten Präsentationen vor. Hannah Leinenbach, 8b, Gymnasium Wendalinum