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Jetzt kommt der 20-Meter-Bohrer

Jetzt kommt der 20-Meter-Bohrer

St. Wendel. Jetzt steht das Datum für den Schwertransport durch die St. Wendeler Altstadt: In der Nacht auf Dienstag soll er durch die engen Straßen rollen. Das hat Hans-Peter Rupp, Leiter des städtischen Bauamts, angekündigt. Um welche Uhrzeit genau das Völklinger Unternehmen das schwere Gerät anliefert, ist aber noch nicht klar

St. Wendel. Jetzt steht das Datum für den Schwertransport durch die St. Wendeler Altstadt: In der Nacht auf Dienstag soll er durch die engen Straßen rollen. Das hat Hans-Peter Rupp, Leiter des städtischen Bauamts, angekündigt. Um welche Uhrzeit genau das Völklinger Unternehmen das schwere Gerät anliefert, ist aber noch nicht klar. Das hänge auch davon ab, wie rasch sich das 107 Tonnen schwere und 27 Meter lange Gefährt zuvor den Weg durchs Land bahnt. Zeitweise kann dabei unter anderem der Verkehr auf der B 41 behindert werden. Über diese Straße führt das letzte Transportstück, bevor der Konvoi die Kreisstadt erreicht.Weg zur tiefen BaugrubeDas Völklinger Unternehmen Giuseppe Marullo ist für die aufwendige Aktion zuständig. Es bringt einen 20 Meter langen Bohrer zur Baustelle am ehemaligen Colbus-Haus. Hinter dem Gebäude klafft bereits eine große Baugrube. An deren Stelle soll laut Rupp ein Anbau entstehen. Mit dem historischen Gebäude in Richtung Basilika bildet er das neue Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Stadt. Damit das moderne Haus auf sicherem Untergrund steht, müssen Betonpfeiler in den weichen Untergrund gegossen werden. Um diese Pfähle zu bauen, treibt der überdimensionale Bohrer Löcher ins Erdreich. Gesamtkosten: rund 1,5 Millionen Euro (wir berichteten). Um am Tag den innerstädtischen Verkehr nicht zu blockieren, kommt das Riesen-Werkzeug in der Nacht an. Der Bauamtsleiter-Chef: "Der Schwertransporter kommt über die Brühlstraße und entgegengesetzt zur Fahrtrichtung durch die Neumarktstraße und Grubenstraße zur Baustelle." Die Stadt wird deshalb schon am heutigen Montag die Parkplätze entlang der Strecke sperren. Für den breiten Tieflader werde die gesamte Straße benötigt. "Das Gerät wird aber nicht mehr in der Nacht abgeladen, um die Nachbarn nicht zu stören", informiert Rupp. Erst am Morgen machten sich die Arbeiter daran. Anschließend könne es am morgigen Dienstag zu "kurzzeitigen Sperrungen" kommen, wenn das Kettenfahrzeug ohne Spezialgerät St. Wendel wieder verlässt. Auch hier steht die genaue Abfahrtszeit noch nicht fest.Organisatorische ProblemeEigentlich sollte der Schwertransporter schon in der letzten Oktoberwoche ankommen. Doch die Vorbereitungen erwiesen sich laut Rupp doch schwieriger als gedacht. Aus organisatorischen Gründen platzte dann noch der zweite Termin in der Woche vom 2. bis 8. November. Beim dritten Anlauf sei nun aber alles geklärt, versichert Rupp.