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Jäger kritisieren Umweltbehörden

Jäger kritisieren Umweltbehörden

Sötern. Ärger mit den Umweltbehörden und die Verlängerung des bestehenden Jagdpachtvertrages waren die Hauptpunkte, mit denen sich die 45 anwesenden Jagdgenossen der Jagdgenossenschaft Sötern auf ihrer Versammlung befassten. Harsche Kritik äußerte Jagdvorsteher Lothar Schmeier in seinem Bericht am Umweltministerium und den Umweltschutzverbänden

Sötern. Ärger mit den Umweltbehörden und die Verlängerung des bestehenden Jagdpachtvertrages waren die Hauptpunkte, mit denen sich die 45 anwesenden Jagdgenossen der Jagdgenossenschaft Sötern auf ihrer Versammlung befassten. Harsche Kritik äußerte Jagdvorsteher Lothar Schmeier in seinem Bericht am Umweltministerium und den Umweltschutzverbänden. Hintergrund war die Tatsache, dass auf Grund des strengen und langen Winters keine Hecken entlang der Waldwege geschnitten werden konnten. So seien bisher auch keine größeren Instandsetzungsarbeiten an den Wald- und Feldwegen möglich gewesen. Um in diesem Jahr dennoch Arbeiten ausführen zu können, bat Schmeier beim zuständigen Umweltministerium in Saarbrücken um eine Ausnahmegenehmigung zum Heckenschneiden auch außerhalb der engen gesetzlich zulässigen Zeiten. "Aber diese Genehmigung wurde uns nicht erteilt. Mir wurde auf eine bitterböse und überhebliche Art und Weise schon am Telefon klar gemacht, dass wir diese auf keinen Fall bekommen werden", berichtete Schmeier entrüstet der Versammlung. Somit seien in diesem Jahr keine größeren Bautätigkeiten mehr möglich. Schmeier führte weiter an, dass das große ehrenamtliche Engagement der Jagdgenossenschaften seiner Erfahrung nach von den zuständigen Stellen sowie Umweltschutzverbänden erschwert werde: "Man bekommt Schwierigkeiten gemacht wo es nur geht, aber Hilfe ist von keinem zu erwarten". Dies zeige sich seiner Ansicht nach auch in der aktuellen Diskussion um die geplanten Änderungen im Jagdrecht, wo durch mehr Bürokratie die bisher erfolgreiche Arbeit der Genossenschaften vor Ort zunichte gemacht werden soll. Dabei seien es gerade die Jagdgenossenschaften, die in den vergangenen Jahren Unsummen für die Unterhaltung und den Ausbau von Wegen für die Allgemeinheit investiert hätten. Keinen Ärger gab es hingegen bei der Verlängerung des Jagdpachtvertrages. Einstimmig wurde von der Versammlung beschlossen, den bestehenden Jagdpachtvertrag mit den gemeinsamen Pächtern Rixecker, Gihl und Schütz ab 2011 für weitere neun Jahre zu verlängern. Als neue Kassenprüfer wurden noch Volker Zinsmeister und Benjamin Strange gewählt. bat