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In Nacht der Wissenschaft Fragen zur Sonnenenergie beantwortetIn Nacht der Wissenschaft Fragen zur Sonnenenergie beantwortet

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Neubrücke. Klar, Sonnenenergie ist die Zukunft. Diesem Satz dürfte wohl kaum jemand widersprechen. Wer sich für eine Solarstromanlage entscheidet, dem stellen sich weitere Fragen

Neubrücke. Klar, Sonnenenergie ist die Zukunft. Diesem Satz dürfte wohl kaum jemand widersprechen. Wer sich für eine Solarstromanlage entscheidet, dem stellen sich weitere Fragen. Welche Module sollen auf dem Dach montiert werden? Mit welcher Anlage sind die Kosten am schnellsten gedeckt? Welche Firma soll die Photovoltaikanlage installieren? Um diese Fragen kümmert sich die Firma Renersol, die Professor Heinz Finken mit anderen vor kurzem gegründet hat. Finken war einer von vier Hochschullehrern, die in der "Nacht der Wissenschaft" auf dem Umweltcampus Birkenfeld Vorträge hielten. Die rund 180 Gäste aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland, die zur zweiten Auflage der Veranstaltung gekommen waren, ließen den großen Hörsaal aus den Nähten platzen.Professor Finken erklärte am Beispiel eines Hallendachs des Flugsportvereins Hoppstädten-Weiersbach, wie sein Büro bei der Planung einer Photovoltaikanlage vorgeht. "Das Dach der Flugzeughalle hat eine Neigung von sechs Prozent und ist nach West-Ost ausgerichtet, was nicht optimal ist", sagte Finken, der auf der "Nacht der Wissenschaft" offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde, aber weiterhin als Seniorprofessor lehren wird. Mit einem Computerprogramm werde errechnet, welches Photovoltaik-Modul im Fall des Flugzeug-Hallendachs das günstigste sei, so Professor Finken. Die Software, die auf der Basis von langfristigen Wetterdaten entwickelt wurde, "simuliert die Sonneneinstrahlung über ein ganzes Jahr". Und wie geht es nach der Wirtschaftlichkeitsberechnung weiter? "Bei der Ausführung der Anlagen arbeiten wir mit regionalen Handwerksbetrieben zusammen", sagte der Renersol-Mitbegründer. So werde die Solarstromanlage auf dem Dach der Flugzeughalle in Hoppstädten-Weiersbach von der Primstaler "H. Jung GmbH Bedachungen" installiert."Was ist ein guter Unternehmer?", fragte Professor Alfons Matheis in seinem Vortrag. Die praktische Vernunft gebe Antwort auf die Frage, wie ein Mensch handeln solle, so der Wissenschaftler, dessen Arbeitsbereich unter anderem die Wirtschafts- und Umwelt-Ethik ist. Einen guten regionalen Unternehmer zeichne aus: der Erfolg, die Verantwortung, das Achten darauf, das sein Handeln nicht auf Kosten anderer gehe sowie das Engagement mit anderen für die Region. "Muss ein idealer Unternehmer nicht besser sein als seine Konkurrenz?", wollte ein Diskussionsteilnehmer wissen. Professor Matheis antwortete, dass "so etwas wie Fairness" auch beim Wirtschaften möglich sein könne.Nach den Vorträgen und der offiziellen Verabschiedung von Professor Finken konnten die Gäste mit den vier Referenten in lockerer Atmosphäre weiter diskutieren. Klaus Helling, Dekan am Fachbereich Umweltwirtschaft/-recht zeigte sich mit der zweiten "Nacht der Wissenschaft" am Umweltcampus Birkenfeld sehr zufrieden: "Der Hörsaal war voll besetzt". red