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Im Landkreis St.Wendel wurden Vereinslotsen geschult

Hauptamt stärkt Ehrenamt : Lotsen sollen den Vereinen  helfen

Als Teil des Projektes „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ werden noch weitere Mitstreiter gesucht.

Was tun, wenn ein Verein Fragen nicht alleine beantworten kann? Wenn die Suchmaschine im Internet zwar Antworten ausspuckt, die aber keiner so wirklich versteht? Dann ist es hilfreich, jemanden zu haben, an den man sich wenden kann und der dem Verein persönlich hilft. Jemanden, der die individuellen Probleme versteht, den Verein auch schon kennt und einfach auf Augenhöhe helfen kann. Doch wo finden die Vereine diese Menschen? Damit das kein Problem mehr ist, wurden im Landkreis St. Wendel Vereinslotsen geschult, die individuell helfen können. Sie arbeiten ehrenamtlich im Projekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ mit.

„In dem Projekt sollen erfolgversprechende und nachhaltige Strukturen zur Stärkung und Begleitung des Ehrenamts aufgebaut und verbessert werden“, erläutert eine Sprecherin. Deshalb sind Projektkoordinatorin Tina Noack und Jutta Schneider, die ebenfalls im Projekt tätig ist, dabei, ein Netzwerk aufzubauen, in dem Vereinslotsen eine zentrale Rolle spielen sollen. Die Aufgabe der Lotsen sind dabei unterschiedlich. „So gibt es sowohl Vereinslotsen, die für die einzelnen Orte zuständig sind und sich dort um alle Belangen kümmern, als auch Spezialisten wie Norbert Schwab, die ein konkretes Thema betreuen“, erklärt die Sprecherin weiter.

Geboren wurde die Idee aus den im Modellprojekt Zukunft Dorf agierenden Dorfcoaches in Hasborn-Dautweiler und Remmesweiler. Die Dorfcoaches kümmerten sich um alle Fragen, die Vereine und Bewohner hatten und fungierten als Schnittstelle zu den kommunalen Anlaufstellen. Auch bei der Benutzung der Dorf-App, die im Sommer 2019 in Hasborn-Dautweiler eingeführt wurde, halfen die Dorfcoaches. Als Vereinslotse ist Norbert Schwab nun für Fragen zur Dorf-App, die in einigen Gemeinden des Landkreises ausgerollt wird, zuständig. Er unterstützt dabei Nutzer aus dem gesamten Landkreis und kann technischen Support bieten. Auch für Vereine und Ehrenamtliche steht er mit Rat und Tat zur Seite. „Da muss man schon auch noch einiges erklären“, denn wie er selbst mit einem Schmunzeln erzählt, „sind viele Vereine noch etwas überfordert mit der Benutzung einer App“. So entsteht mit Hilfe der Vereinslotsen ein Wissensnetzwerk, von dem die einzelnen Vereine profitieren können, so die Sprecherin.

Neben dem Thema Digitalisierung soll es in Zukunft auch noch Vereinslotsen mit anderen Spezialisierungen geben. So nennt Schwab als Beispiele die Mitgliedergewinnung oder die Akquise von Fördermitteln als mögliche Felder.

Weitere Infos erteilt Tina Noack, Projektkoordination Tel. (0 68 51) 8 01 47 03 E-Mail: t.noack@lkwnd.de.