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Im Landkreis St. Wendel: Polizei hatte es mit Feuerteufeln, Randalierern und Betrügern zu tun

Arbeitsreiches Wochenende : Polizei hatte es mit Feuerteufeln, Randalierern und Betrügern zu tun

Jede Menge Arbeit hatte die Polizei am Wochenende. Und auch die Feuerwehr musste mal wieder zu einem Einsatz in der Gemeinde Tholey ausrücken.

Kein Aufatmen für die Feuerwehr: Auch am Wochenende haben die Einsatzkräfte wieder einen Brand in der Gemeinde Tholey löschen müssen. Dieses Mal hatte es der Feuerteufel auf ein Fichtenwäldchen in Tholey, in der Gemarkung die Geisfeld, abgesehen. Wie Hauptkommissar Klaus Backes von der St. Wendeler Polizei mitteilt, hatte ein 85-jähriger Mann aus Marpingen am Samstagabend Rauch entdeckt. Er habe sofort den Notruf gewählt. Daraufhin seien die Feuerwehren aus Marpingen und Hasborn ausgerückt. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte zwei Brandherde. „Wobei der entstehende Brand zwischenzeitlich von einem vorbeikommenden 50-jährigen Jogger aus Tholey gelöscht werden konnte“, schildert Backes. Die Polizei habe die Ermittlungen übernommen. Sie hoffe dabei weiterhin auf die Hilfe der Anwohner. Diese werden geben, sich zu melden, wenn sie etwas Verdächtiges beobachtet haben.

Während die Polizisten in Tholey noch mit der Suche nach dem Feuerteufel beschäftigt waren, hatten es ihre Kollegen am Bostalsee mit einem Randalierer zu tun. Ein Sprecher der Inspektion in Wadern schildert, dass ein 33-Jähriger am Samstagabend im Strandbad mehrere Frauen belästigt habe. Die Sicherheitskräfte wollten ihn daraufhin aus dem Bad verweisen. „Hierbei geriet der alkoholisierte Mann außer Rand und Band“, sagt der Polizei-Sprecher. Er habe randaliert, die Ordnungshüter mit einer Flasche angegriffen und beleidigt. Diese überwältigten den Rabauken und übergaben ihn an die zwischenzeitlich alarmierten Beamten der Polizei Nordsaarland. Dem Mann sei eine Blutprobe entnommen worden. Außerdem wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Kräftig zugeschlagen haben auch drei Männer auf der Kirmes in Sitzerath. Sie gerieten in der Nacht auf Samstag in Streit. „Hierbei griff ein 29-Jähriger die beiden anderen körperlich an“, sagt ein Sprecher der Polizei Nordsaarland. Ein 18-Jähriger sei dabei so schwer verletzt worden, dass er mit erheblichen Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Auch sein jugendlicher Begleiter sei nicht unbeschadet davongekommen. Die Polizisten konnten den flüchtigen Schläger ermitteln.

Auch ein junger Franzose konnte den Beamten nicht entwischen. Sie haben den Mann am frühen Sonntagmorgen in St. Wendel sprichwörtlich aus dem Verkehr gezogen und festgestellt, dass er wohl Drogen intus hatte. „Der 21-Jährige musste sich im Anschluss einer Blutprobe unterziehen“, sagt Hauptkommissar Backes von der St. Wendeler Polizei. Ein Ermittlungsverfahren sei auch hier eingeleitet worden. Außerdem durfte der Franzose nicht mehr mit seinem Auto weiterfahren.

Gleich mitnehmen mussten die Polizisten eine 27-Jährige aus Namborn. Wie Backes berichtet, hatte die Frau Alkohol getrunken und einen Tobsuchtsanfall erlitten. Sie randalierte am frühen Sonntag in St. Wendel und an der Wohnung ihres Freundes. Da sich die Dame laut Polizei nicht beruhigen lassen wollte, musste sie den Rest der Nacht in Gewahrsam verbringen.

Geschickter stellte sich da ein junger Ganove an. Der legte sein Opfer rein und trat anschließend unerkannt die Flucht an. Wie Backes mitteilt, bemerkte ein ein 22-jähriger St. Wendeler am frühen Samstagmorgen, dass er übers Ohr gehauen wurde. Ein Kerl habe ihn auf dem Nachhauseweg von seiner Arbeit in der Wendalinusstraße angesprochen und gebeten, ihm einen 50-Euro-Schein zu wechseln. „In der Absicht zu helfen, übergab der spätere Geschädigte dem jungen Mann Wechselgeld, worauf ihm ein brauner Schein mit der Zahl 50 übergeben wurde“, erklärt Backes. Bei näherem Hinsehen stellte das Opfer fest, dass es sich um Falschgeld handelte. Bei dem sogenannten Totengeld fehlen die Sicherungsmerkmale, außerdem sind darauf blaue Schriftzeichen aufgebracht. Als der 22-Jährige den Betrug bemerkt hatte, war der Ganove schon über alle Berge. Der Täter soll zirka 20 Jahre alt und schlank sein. Er habe dunkelblonde Haare und helle Haut und sei ferner mit einer dunklen Jeanshose und einer dunkelgrauen Kapuzenweste mit weißen Aufnähern bekleidet gewesen. Die Polizei ermittelt und sucht Hinweise.

Ebenfalls auf die Hilfe von Zeugen hoffen die Beamten im Falle eines Unfalls in Theley. Am Samstag hat ein Mitglied des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) festgestellt, dass das Rolltor der Garage des vereinseigenen DRK-Heimes im Keltenweg beschädigt war. „Nach ersten Ermittlungen ergibt sich der Verdacht, dass dieser Schaden offensichtlich durch ein bislang unbekanntes Fahrzeug verursacht wurde“, erklärt Hauptkommissar Backes. Als Tatzeitraum gibt er die Zeit vom 30. Mai, 23.30 Uhr, bis zum 1. Juni, 9.20 Uhr, an.

Wer Hinweise zu einem dieser Verbrechen hat, sollte sich an die Polizei wenden, Tel. (0 68 51) 89 80.