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Im Galopp Indianerfans begeistern

Im Galopp Indianerfans begeistern

Bosen. Schadow galoppiert blitzschnell an rund 5000 Zuschauern vorbei. Reiter Greg sitzt obenauf. Plötzlich rutscht er aus seinem Sattel, und es scheint, als würde er zu Boden fallen. Doch Greg hängt kopfüber, hält sich mit einem Bein im Sattel, während er beide Arme von sich streckt. Reiter Nico und Arnand begeistern währenddessen mit weiteren Kunststücken auf ihren Pferden

Bosen. Schadow galoppiert blitzschnell an rund 5000 Zuschauern vorbei. Reiter Greg sitzt obenauf. Plötzlich rutscht er aus seinem Sattel, und es scheint, als würde er zu Boden fallen. Doch Greg hängt kopfüber, hält sich mit einem Bein im Sattel, während er beide Arme von sich streckt. Reiter Nico und Arnand begeistern währenddessen mit weiteren Kunststücken auf ihren Pferden. "Das tote Kreuz ist die schwierigste Figur", erklärt der 27-jährige Lothringer Greg. Die Reitershow der Indian Warriors ist nur einer der Höhepunkte des Powwow-Festivals am Bostalsee. "Wir bieten unter anderem auch indianische Tänze, Trommelworkshops, Ponyreiten, Bastelworkshops oder Bogenschießen an", sagt Georg Lauer von Gog Concept. Gemeinsam mit dem Freizeitzentrum Bostalsee des Landkreises St. Wendel veranstaltet er bereits zum sechsten Mal die Westernveranstaltung. Ihm sei wichtig, dass es ein Familienfest ist. "Die Show mit den Pferden war toll", schwärmt die fünfjährige Alina Busche. Gemeinsam mit ihrer Mutter besucht sie zum ersten Mal das Westernfest. "Es herrscht hier einfach eine schöne Atmosphäre", sagt Sandra Busche. Susanne Zehles nickt und sagt: "Es ist einfach interessant, sich einmal die Tipis anzusehen." Töchterchen Charlotte Zehles lächelt. Stolz trägt sie einen selbst gebastelten indianischen Kopfschmuck. Währenddessen beobachtet Major Dieter Wolf mit Nordstaaten Army Cavalry Uniform schmunzelnd das Geschehen. "Wir sind mit unserer Gruppe zum ersten Mal auf dem Powwow", erklärt der Präsident des Landesverbandes für nordamerikanische Kulturgeschichte. Die US Cavalry E Troop ist dabei mit einem eigenen Zelt vertreten. Insgesamt gibt es beim Indianerfest 40 Tipis, 40 Trapperlodgen und 250 Akteure. "Die Hobbyszene wird immer größer, und daher werden es immer mehr Zelte", freut sich Mitveranstalter Georg Lauer. "Das indianische Hobby ist die Umsetzung eines Traums", schwärmt Christian "Vier Augen" Pixberg. Er reist aus dem südhessischen Biblis an, um am Powwow-Lager teilzunehmen. Seine Trommelgruppe "Fünf Bären" wolle dabei dem Publikum zeigen, wie sich indianische Musik anhöre. "Für mich ist das Besondere an unserem Hobby das natürliche Leben", so Pixberg. Beim Powwow gebe es keinen Fernseher, es werde mit einfachen Mitteln gekocht, und es sei eine große Gemeinschaft. "Powwow bedeutet für Indianer, Freundschaften zu pflegen und neue Freundschaften zu gründen", erklärt der gebürtige Chilene Nelson Red Son. "Ich habe eben bei der indianischen Disco mitgemacht", sagt er, lacht und deutet auf die Tanzgruppe Plains Indians vom Stamme der Sioux aus Steinbourgh.

Auf einen BlickCountrymusik mit Long Road, Reitershow mit Indian Warriors, Indianer-Tänze mit Plains Indians, Cavalry E-Troop, Greifvogelausstellung des Naturwildparks Freisen, Zaubertheater Martin Mathias, Tipilager, Westernlager, Westernmarkt, Ponyreiten, Kreativwerkstatt, Bogenschießen, Trommelworkshop. red