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Hunsrückbahn im Brennpunkt

Hunsrückbahn im Brennpunkt

Hermeskeil. Kontrovers diskutieren zurzeit die Kommunalchefs aus Hermeskeil, Thalfang und Morbach mit dem Bundestagsabgeordneten Karl Diller (SPD) aus Hermeskeil die Form einer möglichen neuen Nutzung und Struktur der alten Hunsrückbahn

Hermeskeil. Kontrovers diskutieren zurzeit die Kommunalchefs aus Hermeskeil, Thalfang und Morbach mit dem Bundestagsabgeordneten Karl Diller (SPD) aus Hermeskeil die Form einer möglichen neuen Nutzung und Struktur der alten Hunsrückbahn. Die Verbandsgemeinden wollen die Bahnstrecke von Hermeskeil bis nach Büchenbeuren, unweit vom Hunsrück-Flughafen, zunächst erwerben und sie dann eventuell für Fracht- und Museumsverkehr verpachten. Ein weiterer Partner wäre damit auch die Hunsrück-Gemeinde Kirchberg, die ihrerseits Interesse bekundet hat. Hier müsse auch das Land finanziell mit "in den Zug einsteigen", fordert Michael Hülpes, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hermeskeil. Ein "finanzielles Abenteuer" nannte MdB Diller den angedachten Schienenerwerb durch die Kommunen. Mit Unterstützung des Landes könne man hier ein sinnvolles Stück in Richtung Landesentwicklung betreiben, meint Hülpes. Man werde gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium ein ergänzendes Gutachten in Auftrag geben, sagt der Morbacher Bürgermeister Gregor Eibes. Das Ministerium habe bislang die Förderung des regionalen Bahnprojektes weder bejaht noch sie abgelehnt, weiß der Thalfanger Kommunalchef Hans-Dieter Dellwo. Ein zusätzliches Gutachten über die Folgekosten solle nicht im Eilverfahren erstellt werden. Die Deutsche Bahn zeige sich bereit, die Frist für die Kaufentscheidung der Bahnstrecke bis in den Spätherbst zu erweitern. wb