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Hochschule Trier zum vierten Mal als Familiengerechte Hochschule zertifiziert

Umwelt-Campus Neubrücke : In der Hochschule gibt es auch ein Stillzimmer

Die Hochschule Trier, zu der der Umwelt-Campus Birkenfeld gehört, wurde zum vierten Mal als Familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Die Hochschule Trier lebt Familienfreundlichkeit auf allen Ebenen. Nun hat die Hochschule zum vierten Mal in Folge den Auditierungsprozess zur Familiengerechten Hochschule erfolgreich durchlaufen und freut sich über die Verstetigung des Zertifikats, das dieser Tage verliehen wurde.

An der Hochschule Trier hat die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie einen sehr hohen Stellenwert, teilt ein Sprecher mit. Das zeige sich darin, dass sich nicht nur die Hochschulleitung und das für die Umsetzung verantwortliche Gleichstellungsbüro mit dem regelmäßig wiederkehrenden Auditierungsprozess zur Familiengerechten Hochschule beschäftigen, sondern auch etliche Beschäftigte aus Lehre, Forschung und Verwaltung sowie Studierende, die die Hochschule gemeinsam zu dem machen, was sie sei: ein attraktiver Studien- und Arbeitsort, der sich auf mehrere Standorte in Trier, Idar-Oberstein und Birkenfeld verteilt. „Die Verstetigung des Zertifikats honoriert das große Engagement, mit dem sich viele Hochschulangehörige immer wieder in Sachen Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Studium einbringen. Ich freue mich auf die Umsetzung der neuen Maßnahmen und die Entwicklung weiterer Angebote“, so Professor Rita Spatz,  Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Trier.

Nach drei Zertifikatsrunden in den Jahren 2010, 2014 und 2017 hat es die Hochschule Trier nun geschafft, die Auditierung zu verstetigen und ist damit ab sofort berechtigt, sich familiengerechte Zielvorgaben selbst aufzuerlegen. Hatte man sich in den vergangenen zehn Jahren darauf konzentriert, Maßnahmen wie etwa die Dienstvereinbarung zur Umsetzung von Telearbeit und flexiblen Arbeitszeiten, die Etablierung eines Kinderbetreuungsangebots in den Ferien und zu Prüfungszeiten, die Einrichtung von Eltern-Kind- und Stillzimmern oder auch die Angleichung der Vorlesungs- an die Schulferienzeiten anzubieten, so zielen die neuen Vereinbarungen auf die Verstetigung und Weiterentwicklung der bislang erreichten Erfolge ab. Es sollen etwa Familien-Wohneinheiten in den Wohnheimen geschaffen werden, um studierende Eltern besser vernetzen und zur gegenseitigen Unterstützung ermutigen zu können. Auch unterstützende Maßnahmen für Teilzeitstudiengänge für Studierende mit Kindern oder Pflegeaufgaben sollen ergriffen werden, ebenso wie eine erziehungs- und pflegegerechte Planung von Labor- und Gremienzeiten. Das so entstandene Handlungsprogramm ist mit der Zertifikatsbestätigung im März 2020 in Kraft getreten.

 Auch Stillen ist in der Hochshule Trier möglich. Einer der Gründe, warum sie zum wiederholten Mal zertifiziert wurde.
Auch Stillen ist in der Hochshule Trier möglich. Einer der Gründe, warum sie zum wiederholten Mal zertifiziert wurde. Foto: dpa/Paul Zinken

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Überreichung des Zertifikats  nicht als sonst übliche Präsenzveranstaltung statt, sondern wurde zu einem Zertifikats-Online-Event ausgestaltet. Verliehen wurde das Zertifikat an insgesamt 334 Einrichtungen und Unternehmen, darunter 36 Hochschulen. 111 der zertifizierten Arbeitgeber erhielten das Zertifikat bereits zum vierten Mal, darunter auch die Hochschule Trier. In ihrem Grußwort betonte die Schirmherrin, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, noch einmal die große Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie: „Gerade in den letzten Wochen hat sich gezeigt, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Wenn Schule und Kita fehlen – dann kommt es auf die Flexibilität der  Arbeitgeber an.“