Hinzert trauert um Georg Baldy

Hinzert. "Er war ein Mann, dessen Tod ein großer Verlust für die Gedenkarbeit in Hinzert ist." Worte von Dieter Schiffmann, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz

Hinzert. "Er war ein Mann, dessen Tod ein großer Verlust für die Gedenkarbeit in Hinzert ist." Worte von Dieter Schiffmann, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Rheinland-Pfalz. Georg Baldy, der seit 1958 ein halbes Jahrhundert lang viel Schaffenskraft in die Pflege und Betreuung der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert investiert hatte, ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Mit vielen Hochwälder Landsleuten trauern auch Bürger aus Luxemburg um Baldy. Viele Menschen aus dem Großherzogtum sind während des Zweiten Weltkrieges hier Opfer des Nazi-Terrors geworden und ums Leben gekommen. Der KZ-Friedhof in Hinzert ist seither eine "Luxemburger Enklave mit Trauerflor". Die Führung des kleinen Nachbarlandes hat deshalb oft die großen Verdienste von Georg Baldy gewürdigt. 2002 wurde dem Hochwälder Pionier im Auftrag des Großherzogs von Luxemburg durch Premier-Minister Jean-Claude Juncker die Ehrung zum "Ritterorden im Verdienstorden für die Erhaltung der Gedenkstätte" zuteil. Ministerpräsident Kurt Beck hatte Baldy schon 1995 mit dem Verdienstorden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Georg Baldy stand, so weiß man bei der Landeszentrale für politische Bildung, "lange bevor das Land mit der intensiven Erinnerungsarbeit an der Gedenkstätte begann, als Ansprechpartner für ehemalige Deportierte aus europäischen Ländern wie Belgien, Frankreich und Luxemburg zur Verfügung". Sein Tod sei ein großer Verlust für die Gedenkarbeit in Hinzert. wb

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