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"Hilfsbedarf ist größer geworden"

"Hilfsbedarf ist größer geworden"

St. Wendel/Tholey. Sie gehören schon zum festen Programm des Rotary-Clubs St. Wendel in der Adventszeit: der Verkauf des Adventskalenders und die Mistelverkaufsaktion. Mit den Erlösen aus diesen beiden Projekten unterstützen die Rotarier wesentlich die Arbeit der St. Wendeler Tafel und der christlichen Hospizhilfe. Das zeigte sich bei der Spendenübergabe im Hotel Hubertus in Tholey

St. Wendel/Tholey. Sie gehören schon zum festen Programm des Rotary-Clubs St. Wendel in der Adventszeit: der Verkauf des Adventskalenders und die Mistelverkaufsaktion. Mit den Erlösen aus diesen beiden Projekten unterstützen die Rotarier wesentlich die Arbeit der St. Wendeler Tafel und der christlichen Hospizhilfe. Das zeigte sich bei der Spendenübergabe im Hotel Hubertus in Tholey. Dort berichteten die Vertreter von Tafel und Hospizhilfe über ihre Arbeit.Herbert Maurer, Präsident des Rotary-Clubs St. Wendel, und Karl-Hans Masser, für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, ließen zunächst die beiden Adventsprojekte Revue passieren. 4000 Adventskalender hat der Rotary-Club in diesem Jahr verkauft und damit einen Reinerlös von 7000 Euro erzielt. Dieses Geld kommt der St. Wendeler Tafel zugute. Das Titelmotiv des Kalenders hat die Hasborner Künstlerin Karin Mansmann gestaltet. Die Fotomotive hinter den Türchen steuerte der Fotoclub "Tele" Freisen bei. Unter allen Käufern wurden 24 Preise verlost, die Sponsoren zur Verfügung gestellt haben.

Die Mistelverkaufsaktion führt der Rotary-Club in Zusammenarbeit mit seinem französischen Partnerclub Chateau-Salins-Morhange-Dieuz durch. Die Franzosen ernteten die Misteln, die St. Wendeler Rotarier holten diese mit zehn Autohängern ab und verkauften diese in verschiedenen Orten des Landkreises. 8000 Euro kamen so zusammen, 4000 Euro waren für den französischen Club, 4000 spendete der Rotary-Club St. Wendel an die christliche Hospizhilfe.

Träger der St. Wendeler Tafel ist der Caritasverband Schaumberg Blies. Dessen Geschäftsführer Michael Schütz berichtete über die aktuelle Lage. Seit 2007 gibt es die Tafel in St. Wendel. Zu Beginn habe man 80 Hilfesuchende betreut, heute sind es 480 Haushalte pro Woche an zwei Ausgabetagen. Schütz: "Wir haben Kontakt zu 8000 Menschen im Jahr. Der Bedarf an Hilfe ist größer geworden." Jeder Haushalt bekomme einmal in der Woche ein Lebensmittelpaket im Wert von 35 Euro. Die Spende der Rotarier werde gebraucht, um laufende Betriebskosten zu finanzieren. Schütz nannte Beispiele: Fahrzeugkosten, Miete, Mietnebenkosten.

Todkranken den Wunsch zu erfüllen, in Würde zu sterben und dies, wann immer möglich, Zuhause: Das ist der Leitgedanke der christlichen Hospizhilfe. Das unterstrichen Schatzmeister Hermann Scharf und das Vorstandsmitglied Robert Wagner. Ein wichtiger Baustein ist die ambulante Betreuung der Sterbenden und ihrer Familien durch die Hospizhilfe. Darüber hinaus ist der Verein auch gemeinsam mit dem Marienkrankenhaus am stationären Hospiz Emmaus beteiligt. Dort sind in den vergangenen zehn Jahren 1700 Menschen bis zum Tode betreut worden. Da aber die Kassen nur 90 Prozent der Hospizkosten erstatten würden, müsse der Verein allein dafür im Jahr etwa 20 000 Euro aufbringen. Spenden, wie die der Rotarier, seien da besonders wichtig.