Herausforderungen für Imker

Herausforderungen für Imker

Marpingen. Rück- und Ausblick, Ergänzungswahlen und Ehrung verdienter Mitglieder standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Imker St. Wendel. Im Gasthaus Klos in Marpingen erstattete Kreisvorsitzender Berthold Klein (Roschberg) den Jahresbericht 2008. Er stellte fest, dass durch milde Temperaturen in der ersten Februarhälfte die Völker früh in Brut gingen

Marpingen. Rück- und Ausblick, Ergänzungswahlen und Ehrung verdienter Mitglieder standen auf dem Programm der Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der Imker St. Wendel. Im Gasthaus Klos in Marpingen erstattete Kreisvorsitzender Berthold Klein (Roschberg) den Jahresbericht 2008. Er stellte fest, dass durch milde Temperaturen in der ersten Februarhälfte die Völker früh in Brut gingen. Anschließende Minustemperaturen bis in den halben April verhinderte die volle Nutzung der Weidenblüte. Teilweise hohe Völkerverluste bis hin zu totalem Verlust bei einigen Imkern waren die Folge. Eine große Rolle spielte hierbei eine unsachgemäße Varroabehandlung (Milbenbehandlung). Trotz aller Schwierigkeiten bezeichnete Klein das Bienenjahr 2008 als zufrieden stellend, es gab sogar stellenweise überdurchschnittliche Honigernten. Zu einen Grundkursus für Jungimker hatten sich 15 Personen angemeldet. Der Kreisvorsitzende betonte die Wichtigkeit eines Imkerpaten. Der Jungimker brauche jemand in seinem Heimatverein, den er immer wieder bei Problemen ansprechen kann und der ihm Hilfestellung gibt. Kreisvorsitzender Berthold Klein dankte dem Landkreis für die Förderung der Jungimker. Der Kreisverband stellte sich beim Erntedankfest auf dem Wendalinushof in St. Wendel dar und warb für seine Sache. Ihm gehören 19 Ortsvereine an. 250 aktive Imker besitzen 1573 Bienenvölker. Die Altersstruktur der Imker im Kreis St. Wendel ist sehr unterschiedlich. Der Ortsverein Remmesweiler hat zehn Neuimker hinzugewonnen. Berthold Klein: "Es muss uns gelingen, wieder flächendeckend im Landkreis Bienenvölker zu betreuen". Der Kreisverband der Imker leiste wertvolle und unersetzliche Arbeit im Dienste der Umwelt und Natur, betonte der St. Wendeler Landrat Udo Recktenwald in seinem Grußwort und dankte den Imkern für ihr Engagement. Der Verwaltungschef versprach, alles zu tun, damit die Zuschüsse für die Zuchtbemühungen und die Varroa-Bekämpfung weiter fließen werden. Der Vorsitzende des Landesverbandes Saar der Imker, Herbert Hassel, dankte den St. Wendeler Zuchtfreunden für ihre vielfältige Arbeit und gab einige Termine auf Landesebene bekannt. Zum neuen zweiten Vorsitzenden des Kreisverband wurde Bernd Weyrich aus Baltersweiler gewählt. Varroa-Beauftragte sind: Hermann Schön (Bliesen), Horst Krammers (Selbach) und Michael Hassel (St.Wendel). Beschlossen wurde weiterhin, den jährlichen Beitrag von zwei Euro auf vier Euro zu erhöhen. Dr. Claudia Garrido referierte zum Thema "Neue Wege durch die Zucht" und befasste sich mit dem Milbenbefall als dem immer noch größten Problem in der Bienenhaltung. se

Auf einen BlickDie goldene Ehrennadel beim Kreisverband der Imker St. Wendel erhielten: Josef Hoffmann (Schaumberg), Walter Paul (Oberthal), Konrad Wendels (Nonnweiler).Silberne Ehrennadel: Karl-Heinz Schmitt (Schaumberg), Thomas Werner (Nonnweiler). Bronzene Ehrennadel: Gottfried Emmerich, Antonio Ienco, Günther Klein, Erwin Luther (Nonnweiler), Friedel Daniel (Baltersweiler). Die Jubilare erhielten vom Landesvorsitzenden Herbert Hassel Urkunde und Ehrennadel. se