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Hellwache Hellenen und müde Theleyer trennen sich unentschieden

Hellwache Hellenen und müde Theleyer trennen sich unentschieden

Theley. Der eine Punkt, den Fußball-Landesligist VfB Theley im Lokalderby gegen Kellerkind FC Hellas Marpingen mühsam ergattert hatte, war Heiko Wilhelm deutlich zu wenig. Der Trainer der Schaumberg-Elf ärgerte sich: "Wir haben den Kampf nicht angenommen und die ersten 45 Minuten komplett verschlafen", grummelte der Fußball-Lehrer noch Stunden nach der Begegnung

Theley. Der eine Punkt, den Fußball-Landesligist VfB Theley im Lokalderby gegen Kellerkind FC Hellas Marpingen mühsam ergattert hatte, war Heiko Wilhelm deutlich zu wenig. Der Trainer der Schaumberg-Elf ärgerte sich: "Wir haben den Kampf nicht angenommen und die ersten 45 Minuten komplett verschlafen", grummelte der Fußball-Lehrer noch Stunden nach der Begegnung. In der waren die Gäste aus dem Alstal früh in Führung gegangen: André Kunrath drang nach fünf Spielminuten über rechts in den gegnerischen Strafraum ein und überwand VfB-Torwart Andreas Reis mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck. Vom 1:0 beflügelt, ackerte und kämpften die Hellen nun um jeden Meter. Erst nach 25 Minuten gab der VfB Theley erste Lebenszeichen von sich und hatte in der 33. Minute die Riesenchance zum Ausgleich: Hellas-Verteidiger Norman Scherer brachte im eigenen Strafraum Mario Dewes zu Fall. Doch Hellas-Torwart Heiko Schneider parierte mit einem schönen Reflex den fälligen Elfer. Fünf Minuten später hatte Schneider dann Glück, dass sich Jan Morsch und Seyfi Gören nach einer Standardsituation gegenseitig behinderten, so dass es bis zur Pause beim 1:0 für die Gäste blieb. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Marpingen aggressiver in die Zweikämpfe und erzielte nach fünf Minuten beinahe das zweite Tor - doch statt eines Schusses brachte Patrick Grabowski nur einen Kullerball zustande. Wirklich besser wurde das Spiel der Heimelf erst, als sich bei Marpingen ob des kräftezehrenden Spiels erste Verschleißerscheinungen bemerkbar machten. Und dann fiel er doch noch, der Ausgleichstreffer: Kai Schäfer fasste sich in der 78. Minute ein Herz, zog aus der zweiten Reihe ab, und der Ball schlug unhaltbar neben dem rechten Pfosten ein. "Ich habe einfach mal draufgehalten", erzählte der Torschütze nach dem Schlusspfiff. "Wir haben die erste Halbzeit verschlafen." Zufrieden mit dem Punkt waren indes die Hellenen. Sturmführer André Kunrath lobte die gute Stimmung innerhalb der Mannschaft: "Wir haben inzwischen wieder eine ganz anderer Einstellung als in der ersten Saisonhälfte. Wir kämpfen wieder." tog