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Gran Zampano und viel Kurioses

Gran Zampano und viel Kurioses

St. Wendel. "Schau mal Mama, ich sehe ein Feuerwerk", jubelt die sechsjährige Laura Zaccharopoulos. Sie steht an einem merkwürdig anmutenden Holzkistchen mit der Aufschrift Optica. Auf der einen Seite ist ein durchsichtiger Stab befestigt, in dem glitzerndes Konfetti schwimmt. Auf der anderen Seite blickt Laura durch eine Art Okular

St. Wendel. "Schau mal Mama, ich sehe ein Feuerwerk", jubelt die sechsjährige Laura Zaccharopoulos. Sie steht an einem merkwürdig anmutenden Holzkistchen mit der Aufschrift Optica. Auf der einen Seite ist ein durchsichtiger Stab befestigt, in dem glitzerndes Konfetti schwimmt. Auf der anderen Seite blickt Laura durch eine Art Okular. "Das ist toll", staunt sie, während Mutter Elaine Zaccharopoulos aufmunternd lächelt.Geschmack getroffen Der "Jahrmarkt der Erfindungen" an der Mott scheint bei den Besuchern sehr beliebt zu sein. An zwölf Ständen sind Kuriositäten aus Spiegeln, Holz, Drähten, Magneten oder optischen Geräten zu sehen. Bereits zum dritten Mal überrascht die Gruppe "Civi Civiac" bei der Meisterschaft der Straßenzauberer das Publikum. "Unsere Show ist ein Mix aus Erfindungen, Theater, Magie und Pantomime", erklärt Ismael Civiac. Der 33-jährige Spanier zaubert bereits seit 25 Jahren. Gemeinsam mit seiner Familie reist er unter anderem durch Frankreich und Portugal. "St. Wendel ist bisher die einzige Stadt in Deutschland, in der wir auftreten", sagt Civiac. Er sei von der Freundlichkeit der Saarländer immer begeistert. Während er das erzählt, stürmt ein kleiner Junge zum Stand Magnetismo. Dort sind Drahtskulpturen aufgebaut, an denen er mit einer Öse entlangfährt. Als er den Draht berührt, ertönt ein schrilles Piepsen. "Wir wollen immer die bestmöglichen Geräte bauen und das bestmögliche Programm anbieten. Das wird mit der Zeit immer schwieriger", so der gebürtige Spanier. David Civiac, Ismael Civiac und Marcos Castell bereiten sich bereits seit sieben Monaten auf ihre aktuelle Show vor. Neu im Programm sei zum Beispiel die experimentelle Lokomotive Gran Zampano. Deren Besonderheit ist dabei ein Plateau, das fünf Meter hoch in die Luft hinauffährt. "Es ist beeindruckend, wenn ich dann von dort oben alle Zuschauer sehen kann", schwärmt der 33-jährige Magier. "Ich finde die Ausstellung toll. Kinder können hier viel ausprobieren und es gibt viele physikalische Elemente zu bestaunen", lobt Manuel Reindorf. Seinem Sohn Liam gefalle besonders das Dosentelefon. "Hallo Papa, hörst du mich", ruft dieser in eine Blechdose hinein, die an einem Seil befestigt ist. Die Dose am anderen Ende des Seils bleibt jedoch leer. "Ja, da hinten muss schon auch jemand stehen", entgegnet Vater Manuel Reindorf und lächelt.