Gottes Segen für Helfer, die im Einsatz mit Not konfrontiert sind

St. Wendel. Über 300 Personen waren in die Wendelinus-Basilika gekommen um gemeinsam mit den Einsatzkräften und Mitarbeitern aus dem Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, THW, Malteser, DRK, DLRG und Katastrophenschutz im Landkreis St. Wendel, einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Pfarrer Markus Karsch von der evangelischen Kirche aus St

St. Wendel. Über 300 Personen waren in die Wendelinus-Basilika gekommen um gemeinsam mit den Einsatzkräften und Mitarbeitern aus dem Rettungsdienst, Polizei, Feuerwehr, THW, Malteser, DRK, DLRG und Katastrophenschutz im Landkreis St. Wendel, einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Pfarrer Markus Karsch von der evangelischen Kirche aus St. Wendel, Pastor Wolfgang Gratz von der Selbstständig Evangelisch Lutherischen Kirche aus Fürth und Diakon Peter Munkes von der katholischen Kirche St. Wendel beteten und sangen mit den Kirchenbesuchern und erteilten zum Schluss den kirchlichen Segen. Der Jugendchor der Wendelinus-Basilika gestaltete mit seinen Liedern den Gottesdienst ebenso mit, wie die Solistin Anna Ohlmann mit ihrem Saxophon. Organist Stefan Klemm spielte die Orgel. In seiner Predigt brachte Pastor Wolfgang Gratz die Geschichte, wie aus Saulus Paulus wurde. Er zeigte auf wie wichtig es ist, dass Menschen da sind, die einem nach einem Unfall oder Schicksalsschlag zur Seite stehen, helfen, sich Zeit nehmen, einfach da sind und aufmerksam zuhören, gute und konstruktive Ratschläge erteilen. Vor diesen Herausforderungen stehen alle Hilfsdienste tagtäglich bei ihren Einsätzen. Deshalb auch der gemeinsame Gottesdienst. Dieser Gottesdienst findet einmal im Jahr, immer im September, statt. Er wurde nach den Anschlägen in Amerika vom 11. September 2001 durch die "Notfallseelsorge im Landkreis St. Wendel" ins Leben gerufen. Damals wurde viele Menschen, einerseits die Gefährlichkeit der Arbeit, aber auf der anderen Seite auch das große Engagement der Einsatzkräfte deutlich. Dass sie im Kreis St. Wendel Unterstützung und Anerkennung findet, zeigte der gelungene Gottesdienst in der Wendelinus-Basilika. Denn viele Entscheidungsträger aus Kirche, Politik und Gesellschaft waren anwesend. Anschließend traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein und besseren Kennenlernen im Cusanushaus. hjl

HintergrundDie Notfallseelsorge hat sich der "Ersten Hilfe für die Seele" verschrieben. Sie ist inzwischen fester Bestandteil bei besonderen Einsatzlagen und ihre Arbeit findet meist im verborgenen statt. Speziell ausgebildete Personen versuchen Menschen zu begleiten, die durch einen Unfall, ein traumatisches Erlebnis oder den plötzlichen Verlust eines geliebten Menschen von einer auf die andere Minute in ihrer Lebensgewissheit erschüttert sind. Bei Unfällen werden körperlich nicht verletzte Beteiligte betreut oder die Polizei wird, wenn Todesnachrichten übermittelt werden müssen, begleitet. Alle Mitarbeiter der Notfallseelsorge haben eine Zusatz-Ausbildung speziell für dieses Arbeitsgebiet absolviert. Sie kommen dann zum Einsatz wenn vor Ort die Einsatzleitungen es für notwendig erachten und die Betroffenen dies auch wünschen. Die Notfallhilfe ist kostenlos. hjl