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Geschäftsmodell setzt auf die Region

Geschäftsmodell setzt auf die Region

Gonnesweiler. Lebensmittel im St. Wendeler Land zu erzeugen, ist eine Sache. Diese aber auch im St. Wendeler Land an den Mann und an die Frau zu bringen, ist eine andere. Diese Idee setzt seit einigen Jahren die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land mit dem Projekt Lokalwarenmarkt um.Zwei Vertriebswege gab es bisher. Zum einen den Lokalwarenmarkt-Laden im Wendelinushof in St

Gonnesweiler. Lebensmittel im St. Wendeler Land zu erzeugen, ist eine Sache. Diese aber auch im St. Wendeler Land an den Mann und an die Frau zu bringen, ist eine andere. Diese Idee setzt seit einigen Jahren die Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land mit dem Projekt Lokalwarenmarkt um.Zwei Vertriebswege gab es bisher. Zum einen den Lokalwarenmarkt-Laden im Wendelinushof in St. Wendel. Der öffnete 2005 und verkauft seitdem Lebensmittel von Wurst, Käse bis zu Eiern und Honig, die aus der Region kommen. Der zweite Vertriebsweg setzt auf Fahrzeuge und fährt zu den Käufern im St. Wendeler Land. Im Januar 2006 nahm der mobile Lokalwarenmarkt der Hofmetzgerei Boßert seine Arbeit auf, im Oktober folgte der mobile Markt des Geflügelhofes Joseph. Beide haben neben ihren Produkten auch die von Partnerbetrieben der Kulturlandschaftsinitiative im Angebot.Ab dem kommenden Wochenende kommt eine dritte Vertriebsschiene hinzu, der so genannte Lokalwarenmarkt-Shop. Dieser startet am heutigen Freitag, 6. Juni, im Weider-Markt in Gonnesweiler. Dieser Laden ist ein so genannter Lokalwaren-Teilsortimenter, der also einige der in der Region produzierten Lebensmittel im Angebot hat. Diesen Vertriebsweg will die Kulturlandschaftsinitiative künftig stärker ausbauen. Der Lokalwarenmarkt-Shop biete sich für alle Verkaufsstellen in den Dörfern an, unabhängig von der Art des Hauptwarenangebotes.Premiere hat der Shop im Geschäft der Familie Weider in Gonnesweiler. Während andernorts gerade in den Dörfern Läden schließen, haben die Weiders in ihr Lebensmittelgeschäft investiert und das Angebot erweitert. Dem Gonnesweiler Bürger, aber auch dem Besucher stehen somit ein vollständiges Warensortiment für den täglichen Bedarf mit einem starken Kernangebot an regionalen Waren aus der noch selbst schlachtenden Metzgerei Weider und dem "Lokalwarenmarkt-Shopregal" zur Verfügung. "Mit dieser Ergänzung setzt der neue Weider-Markt konsequent auf die Vermarktung regionaler Produkte", freut sich Werner Feldkamp, Vorsitzender der Kulturlandschaftsinitiative. Gleichzeitig biete die Familie mit der Einrichtung eines Caf&;s zukünftig den Gonnesweiler Bürgern und Gästen die Gelegenheit zu einem gemütlichen Gespräch im neu gestalteten Markt. Feldkamp: "Damit gibt die Familie Weider mit Unterstützung der Kulturlandschaftsinitiative St. Wendeler Land ein Beispiel für eine zeitgerechte Versorgungsstruktur unserer Dörfer." Am heutigen Freitag,6. Juni, elf Uhr, wird nach abgeschlossener Neugestaltung das Geschäft mit dem Lokalwarenmarkt-Shop für die Kunden eröffnet. Die offizielle Eröffnung folgt am morgigen Samstag, 7. Juni, um elf Uhr im Beisein des St. Wendeler Landrates Udo Recktenwald, des Nohfelder Bürgermeisters Andreas Veit und des Gonnesweiler Ortsvorstehers Manfred Tigmann. Die Anwesenheit "der gesamten kommunalen Verantwortungsebenen" dokumentiert nach Ansicht von Feldkamp die Bedeutung dieses Ereignisses. Hiermit werde zum Ausdruck gebracht, dass dieses Geschäftsmodell als ein zukunftsweisendes Beispiel für die Entwicklung der dörflichen Versorgungsstrukturen gesehen wird. Meinung

Ein Schritt in die richtige Richtung

Von SZ-RedakteurVolker Fuchs Der Lokalwarenmarkt wird den Einkauf im Supermarkt oder Discounter nicht ersetzen. Dafür ist der Preisunterschied zu groß. Das will auch niemand. Der Lokalwarenmarkt kann aber den Einkauf im Supermarkt ergänzen. Dann nämlich, wenn der Kunde besonderen Wert auf Waren aus dem St. Wendeler Land legt. Und somit auch dazu beiträgt, dass diese Betriebe in der Region eine Zukunft haben. Der Kunde muss die Lokalwaren aber auch an möglichst vielen Stellen kaufen können. Dem ersten Shop in Gonnesweiler sollten bald weitere folgen.