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Fünfter Informationstag Brustkrebs

Fünfter Informationstag Brustkrebs

St. Wendel. Der Hauptgrund für die jährlich stattfindende Veranstaltung sei, die Patienten zu informieren, erklärt Walter Martin, leitender Oberarzt des Brustzentrums und der Frauenheilkunde im Marienkrankenhaus. Außerdem haben Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder andere Betroffene kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen

St. Wendel. Der Hauptgrund für die jährlich stattfindende Veranstaltung sei, die Patienten zu informieren, erklärt Walter Martin, leitender Oberarzt des Brustzentrums und der Frauenheilkunde im Marienkrankenhaus. Außerdem haben Besucher die Gelegenheit, Fragen zu stellen oder andere Betroffene kennen zu lernen und sich mit ihnen auszutauschen. Die Mediziner klärten auch über mehrere Behandlungsmöglichkeiten auf, so über die Palliativmedizin, zu der Martin einen Vortrag hielt. Aber auch die Angst war ein wichtiges Thema. Referentin Rita Rosa Martin, Ärztin und Brustkrebsbetroffene, schärfte den Patientinnen in ihrer Rede "Besser laut leben statt leise leiden" ein, offen über die Krankheit zu reden und Mut zu haben. Den Vortrag von Rita Rosa Martin fand Christel Schmitt aus Neunkirchen besonders interessant. "Es ist gut, die Geschichte von einer Ärztin zu hören, die selbst erkrankt ist. Sie kennt beide Seiten und kann sich gut in die Situation der Patienten hineinversetzen", sagt Schmitt. Sie selbst habe Brustkrebs und ist zum ersten Mal beim Informationstag. "Es ist einfach eine gute Gelegenheit etwas über die Krankheit und die Behandlung zu erfahren", meint die Neunkircherin. Das denkt auch Beate Klein, denn sie ist bereits zum dritten Mal in St. Wendel dabei. "Ich konnte in den vergangenen zwei Jahren hier einige Kontakte zu anderen Frauen mit den gleichen Problemen knüpfen. Die Krankheit schweißt zusammen", erklärt Klein, die in St. Wendel wohnt. Und man lerne immer wieder was Neues von den Referenten, daher sei es eine "super Gelegenheit", sich hier zu informieren. Insgesamt gab es vier Vorträge, die in Zusammenhang mit Brustkrebs standen. Für die Fragen der Teilnehmer nahmen sich die Mediziner am Schluss der Veranstaltung noch Zeit, aber auch in der Pause gaben sie bereits Auskunft. Zudem waren im Nebenraum Stände und Tafeln zum Thema aufgebaut und Broschüren wurden verteilt. Es wurden nicht nur die Betroffenen mit Informationen versorgt, auch Interessierte, die nicht erkrankt sind, hatten die Möglichkeit, sich mit dem Thema Brustkrebs auseinanderzusetzen. Annika Weber ist keine Patientin, war aber trotzdem im Marienkrankenhaus. "In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis sind einige Frauen an Brustkrebs erkrankt", erzählt die 35-Jährige. Sie selbst habe Angst vor der Krankheit und wolle sich informieren. Zirka 150 Männer und Frauen kamen am Samstag, um sich die Vorträge der Ärzte und Psychologen anzuhören. Das waren 150 mutige Menschen, die sich mit der Krankheit auseinandersetzen und, laut Rita Rosa Martin, laut leben statt leise zu leiden. miz