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Frühzeitig ehrendes St. Wendeler Land

Frühzeitig ehrendes St. Wendeler Land

Seit vergangener Woche steht im St. Wendeler Land fest: Man muss nicht unbedingt tot sein, damit auch nur ein Weg nach einem benannt wird. Jedenfalls ist der ehemalige saarländische Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi nach wie vor putzmunter. Er war sogar zugegen, als ein Teilstück des Primstalradweges auf "Dr.-Hanspeter-Georgi-Radweg" getauft wurde

Seit vergangener Woche steht im St. Wendeler Land fest: Man muss nicht unbedingt tot sein, damit auch nur ein Weg nach einem benannt wird. Jedenfalls ist der ehemalige saarländische Wirtschaftsminister Hanspeter Georgi nach wie vor putzmunter. Er war sogar zugegen, als ein Teilstück des Primstalradweges auf "Dr.-Hanspeter-Georgi-Radweg" getauft wurde. Georgi soll nämlich das Saar-Radwegenetz "maßgeblich gestaltet", also sich dafür abgestrampelt haben, wie Joachim Rippel seinem Vorgänger ins Fahrtenbuch schrieb. Wenn wir schon einmal dabei sind: Wäre da nicht bald ebenso ein "Dr.-Hanspeter-Georgi-Pilgerweg" in Marpingen fällig? Schließlich hat sich der Ex-Minister auch für die Marienverehrungsstätte im Härtelwald ins Zeug gelegt. Und für deren Herrichtung - auch gegen einige Widerstände - nicht wenig (Steuer-)Geld herübergereicht. Weshalb er sich seinerzeit so manche Schelte, sogar aus den eigenen CDU-Reihen, hat anhören müssen. Da wäre eine solche Ehrung doch ein Trostpflästerchen, oder etwa nicht? Man darf also gespannt sein, welchem quietschfidelen Politiker demnächst im St. Wendeler Land ein Denkmal gesetzt wird. Nun ist ja wirklich alles möglich.