Frische Farbe fürs Gymnasium

Frische Farbe fürs Gymnasium

St. Wendel. Geflickte Jogginghose, farbverschmiertes Holzfällerhemd, Schlabberpulli und ausgewaschene Jeans - samstagmorgens, wenn keine Schüler im Haus sind, präsentieren sich einige Lehrer des Cusanus-Gymnasiums St. Wendel in recht eigenwilliger Mode. Denn dann verpassen sie den ehemals trist anmutenden dunkelbraunen und beigefarbenen Türen im Hauptgebäude einen neuen Anstrich

St. Wendel. Geflickte Jogginghose, farbverschmiertes Holzfällerhemd, Schlabberpulli und ausgewaschene Jeans - samstagmorgens, wenn keine Schüler im Haus sind, präsentieren sich einige Lehrer des Cusanus-Gymnasiums St. Wendel in recht eigenwilliger Mode. Denn dann verpassen sie den ehemals trist anmutenden dunkelbraunen und beigefarbenen Türen im Hauptgebäude einen neuen Anstrich. Der zarte Gelbton gibt der Aula der Schule ein helles und freundliches Aussehen. Seit den Sommerferien haben dreizehn Lehrerinnen und Lehrer insgesamt 250 Stunden ihrer Freizeit geopfert, um das Schulgebäude zu verschönern. Sie haben 49 Türen abgeschliffen und neu gestrichen. Eigentlich fällt die Renovierung des Schulgebäudes in die Zuständigkeit des Landkreises St. Wendel. Da der Schulträger jedoch in diesem Jahr die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stellen konnte, hat man sich geeinigt, dass der Landkreis St. Wendel die Maschinen zum Abschleifen der alten Farbschicht und die Farben für den neuen Anstrich stellt, die Lehrer jedoch selbst Hand anlegen und dadurch die entstehenden Kosten in Grenzen halten. So kam denn auch am letzten Tag der großen Streichaktion Landrat Udo Recktenwald, um den Lehrern des Cusanus-Gymnasiums für ihr Engagement zu danken: "Wir sind bemüht, die 15 Schulen des Landkreises nach ihrem Bedarf auszustatten, aber die finanziellen Mittel sind nun einmal begrenzt. Da ist es toll, dass Sie nicht einfach sagen, Schulträger, kümmere Dich!" Das eingesparte Geld könne der Schule andere anstehende Investitionen zu Gute kommen. Jedoch steht für den Landrat auch fest, dass solche Aktionen nicht zur Regel werden dürfen. red