Fresenius schraubt Lärmpegel runter

St. Wendel. Die gesetzlichen Vorgaben sind streng: Auch Unternehmen in klassischen Gewerbegebieten ohne direkte Wohnnachbarn müssen demnach scharfe Umweltschutz-Kriterien erfüllen. In diesem Zusammenhang hat Fresenius am Standort St. Wendel seit 2007 nach eigenen Angaben über eine Million Euro investiert

St. Wendel. Die gesetzlichen Vorgaben sind streng: Auch Unternehmen in klassischen Gewerbegebieten ohne direkte Wohnnachbarn müssen demnach scharfe Umweltschutz-Kriterien erfüllen. In diesem Zusammenhang hat Fresenius am Standort St. Wendel seit 2007 nach eigenen Angaben über eine Million Euro investiert. In dem Werk mit zurzeit 1630 Mitarbeitern habe die Betriebsleitung alte gegen neue Kühltürme austauschen lassen, die leiser sind als ihre Vorgänger, berichtet Markus Britz. Leiter des Bereichs Umwelt und Sicherheit in St. Wendel. Gleichzeitig seien neue Schallschutzwände aufgestellt worden. Britz: "Der Lärmpegel entspricht jetzt Wohnzimmer-Lautstärke." Durch die erhöhte Lage profitierten unter anderem Bewohner in Oberlinxweiler von der Investition, die in Zusammenarbeit mit dem TÜV ausgearbeitet worden sei. Beschwerden habe es im Vorfeld indes nicht gegeben. Um auch die Luft nicht über Gebühr mit Abgasen zu belasten, habe das Unternehmen alte Brenner und Dampfkessel durch moderne Heizanlagen ersetzt. Britz: "Der Stickoxid-Ausstoß wurde damit um 45 Prozent reduziert." Das Thema Umweltschutz sei zudem bei der Belegschaft ebenso präsent. Wie Britz berichtet, setze Fresenius Medical Care - so der offizielle Name - wie viele andere Betriebe auch auf Mülltrennung und den Einsatz Energie sparender Lampen. Neue Anlagen und Wärmerückgewinnung führten dazu, dass im vergangenen Jahr rund 400 000 Kubikmeter Erdgas gespart worden seien. Das entspreche dem Jahresverbrauch von 170 Einfamilienhäusern.