Zum Auftakt einen Marsch

Eingrenzen lässt sich die musikalische Richtung des Konzertes in Freisen am Wochenende beileibe nicht: So facettenreich präsentierte sich das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz, das auch Klassisches spielte.

Zu einem Benefizkonzert mit dem Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz hatte die Gemeinschaftsschule Freisen in die Bruchwaldhalle eingeladen. "Ein buntes Programm" versprach der Moderator des Abends, Joachim Lösch, dem Publikum zu Beginn des Konzertes, und die 36 Musiker unter Leitung von Stefan Grefig hielten dieses Versprechen. Das Repertoire des Orchesters reichte von klassischen Werken über Jazz bis hin zu Rock und Pop.

Musikalisch eröffnet wurde das Konzert mit einem Marsch. "So wie man es von einem uniformierten Orchester erwartet", scherzte Lösch. Vincenzo Petralis Marcia Italiana hatte Grefig als Auftakt ausgewählt. Klassisch blieb es danach dann noch mit Verdis Ouvertüre aus der 1842 uraufgeführten Oper "Nabucco".

Im Anschluss machten die 36 Musiker mit dem Publikum einen Sprung über den großen Teich und widmeten sich Arti Shaws "Concerto for Clarinet". Spätestens mit diesem Jazzsong hatte das Orchester das Publikum auf seiner Seite. Schon während des Stückes applaudierten die Zuhörer begeistert und bejubelten am Ende die Leistung der Musiker . Die blieben dann auch noch für einen weiteren Song in Amerika. Mit dem Titellied aus dem 1960 erschienenen Western "Die glorreichen Sieben" fügte das Genre der Filmmusik zum Repertoire des abwechslungsreichen Abends hinzu. Und bevor das Publikum dann nach einer guten Stunde erst einmal in die Pause entlassen wurde, durfte es mit den "Bulgarian Dances" noch eine ganz andere, eher unbekannte Klangwelt voller fremdartiger Melodien und spannender Rhythmuswechsel miterleben.

Bunt und vielfältig ging es nach der Pause dann weiter. Eröffnet wurde die zweite Hälfte des Konzertes mit "76 Trombones", das einem Großteil der Zuhörer aus dem Musical "The Music Man" bekannt gewesen sein dürfte. Ein Song, den wirklich alle im Publikum kannten, spielte das Landespolizeiorchester dann im Anschluss. Mit Michael Jacksons "Thriller" bewiesen die Musiker , dass sie auch in der moderneren Musikwelt zu Hause sind und Pophits genauso gut interpretieren können, wie klassische Stücke oder Jazzsongs.

Weiter ging es danach mit einem Medely aus dem Muscial "Chicago" und einer orchestereigenen Interpretation von Ray Charles ' "Unchain my heart", das vor allem durch Joe Cocker zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Zum Abschluss des Konzertes spielte das Landespolizeiorchester dann James Lasts größten Hit "Danke Hansi".

Ziel des Konzertes war es in erster Linie, Spenden für den Förderverein der Gemeinschaftsschule Freisen zu sammeln, doch das Orchester hatte auch noch etwas anderes im Sinn. "Wir möchten uns nicht nur als musikalischer Botschafter unseres Bundeslandes präsentieren, sondern auch als Werbe- und Sympathieträger unserer Polizei ", erklärte Joachim Lösch. Und das gelang an diesem Abend mit Sicherheit, denn das Publikum zeigte sich begeistert von dem Auftritt des Orchesters, seinen begabten Solisten und der Arbeit des Leiters Stefan Grefig.