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Volleyball: „Wir sind mega heiß auf dieses Spiel“

Volleyball : „Wir sind mega heiß auf dieses Spiel“

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen treffen an diesem Samstag daheim im Topspiel der Regional- liga auf die Biedenkopf-Wetter-Volleys. Nicht nur Joanna Barth fiebert dem Duell entgegen.

Joanna Barth kribbelt es schon in den Fingern. Die 27-jährige Diagonalspielerin von Volleyball-Regionalligist SSC Freisen fiebert dem Spitzenspiel der Liga an diesem Samstag um 18.30 Uhr in der Freisener Bruchwaldhalle gegen die Biedenkopf-Wetter-Volleys entgegen. „Wir sind mega heiß auf dieses Spiel. Die ganze Mannschaft freut sich riesig“, erzählt Barth.

Auch SSC-Trainerin Brigitte Schumacher kann es kaum erwarten, bis die Bälle übers Netz fliegen. Die Übungsleiterin des SSC hofft auf eine große Kulisse. „Zuletzt hatten wir immer schon viele Zuschauer. Vielleicht kommen jetzt auch mal 200“, sagt sie. Dann wären alle Plätze in der Bruchwaldhalle belegt.

Verdient hätte es das Team. Denn die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Aus einem Abstiegskandidaten wurde ein Club, der im gesicherten Mittelfeld stand – und nun scheint Freisen sogar ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden zu können. Vor der Partie gegen Biedenkopf-Wetter ist der SSC Tabellenführer – zwei Punkte vor dem Gegner. „Ich fand, dass wir letzte Saison schon eine starke Runde gespielt haben“, sagt Barth. Da wurde der SSC Sechster. „Dass wir jetzt Erster sind, ist natürlich mega.“

Aber woran liegt’s dass es beim SSC so gut läuft? „Ich denke, wir sind als Team noch besser zusammengewachsen“, sagt Barth. Sie selbst spielt erst in ihrer zweiten Saison bei der Mannschaft von Trainerin Schumacher. Sie ist dabei eine der wenigen Akteurinnen, die eine weitere Anreise hat. „Ich stamme aus Beckingen-Haustadt, wohne aber seit einiger Zeit in Trier“, erzählt Barth. Dort hat sie vor wenigen Monaten ihr Lehramtsstudium abgeschlossen. „Seit August bin ich im Referendariat. Es ist gerade etwas stressig, das mit dem Sport zu verbinden. Aber ich brauche den Sport als Ausgleich.“ Und wie kam Barth gerade zum SSC? Da spielte Teamkollegin Noreen Genen eine große Rolle. „Ich habe vorher in Düppenweiler in der Oberliga gespielt“, erklärt die Diagonal-Spielerin. „Mit Noreen bin ich befreundet, und sie hat dann gesagt, ich soll mal mit zum SSC Freisen kommen.“ Und hier fühlte sie sich direkt pudelwohl. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden. Das Team ist super, Brigitte eine super Trainerin“, schwärmt sie.

Barth würde dem Club auch bei einem Aufstieg in der 3. Liga die Treue halten. Der Sprung in die höhere Klasse wird von einigen Volleyballerinnen anderer Clubs durchaus kritisch betrachtet, da er mit weiteren Auswärtsfahrten verbunden ist. Für die 27-Jährige wäre das aber kein Problem. „Wir fahren ohnehin schon nach Rheinland-Pfalz und Hessen. Wenn da jetzt noch Baden-Württemberg dazu kommen würde, wäre das nicht so schlimm“, sagt sie. „Es wäre zudem extrem reizvoll für mich, mal in der 3. Liga zu spielen.“ Mit einem Sieg an diesem Samstag könnte Barth die Chancen dazu deutlich erhöhen.