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Römerweg: Wackere Wanderer trotzen Schneeregen

Römerweg : Wackere Wanderer trotzen Schneeregen

Der zwölf Kilometer lange Wanderweg „Via Vera“ wurde jetzt vorgestellt. Die offizielle Eröffnung wird nachgeholt.

Offizielle Einweihung und Auftaktwanderung fielen ins Wasser. Da es in Strömen goss, blies Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) den Premieren-Fußmarsch über den neu konzipierten Römerweg „Via Vera“ sicherheitshalber ab. „Eine Geländepassage können wir bei dem Wetter sowieso nicht gehen“, meinte der wegen einer Zerrung gehandicapte Verwaltungschef. Groß war dennoch das Interesse bei der Vorstellung des Weges im Spiegelsaal der Bruchwaldhalle, wozu sich im Vorfeld 75 Wanderer bei der Gemeinde Freisen angemeldet hatten. „Es ist schade, weil die Vorbereitung für den Römerweg ein Jahr in Anspruch genommen hat“, bedauerte Scheer die wetterbedingte Absage.

Trotz der schlechten Wetterlage machten sich rund 30 Wanderer auf, den neuen Römerweg zu erwandern, hier kurz vor dem Mithrastempel in Schwarzerden. Foto: B & K/Franz Rudolf Klos

Insgesamt 19 619 Euro kostete die Projektumsetzung, dazu steuerte das Saar-Umweltministerium 85 Prozent bei, die restlichen 15 Prozent werden aus der Gemeindekasse gezahlt. Initiatoren des Römerweges sind Peter Klüss und Hans-Josef Keller, beide Mitglieder der Netzgruppe „Unsere Gemeinde morgen“. „Wir wollten die historische Geschichte rund um Freisen in einen Themenweg einbinden“, berichtete Keller, der den organisatorischen Part übernahm. Um die historische Aufarbeitung kümmerte sich der ehemalige Geschichtslehrer Klüss. „Freisen lag einst entlang einer Römerstraße“, so Klüss. Ausgangspunkt des zwölf Kilometer langen Römerweges „Via Vera“ ist am Freisener Rathaus. Die erste Station führt zur römischen Villa im Heidenloch und von dort geht es weiter zum Mithrastempel und entlang des gallo-römischen Gräberfelds in Schwarzerden. Nächster Halt auf der Route ist der Brennofen am Mineralienmuseum in Oberkirchen. Nach der letzten Station, der römischen Warte im Warter Wald auf dem Steinernen Mann am Fuße des Füsselbergs, geht es zurück ans Freisener Rathaus. Nach der Vorstellung kündigte Bürgermeister Scheer an: „Die offizielle Einweihung werden wir im Frühjahr nachholen, aber dann wie es sich für einen Römer gehört, mit einem guten Wein“. Doch solange wollten einige Wandersleute nicht warten. Trotz einsetzender Schneeschauer marschierten sie anschließend  los und absolvierten eine Winterwanderung über den Römerweg.