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Volleyball, 3. Liga: SSC Freisen hat den Ligaverbleib in der Tasche

Volleyball, 3. Liga : Freisen hat den Ligaverbleib in der Tasche

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben am Samstag ihr letztes Heimspiel in der 3. Liga gegen Umkirch mit 1:3 verloren. Trotzdem gab es für den SSC später Grund zur Freude.

Als sich die Volleyballerinnen des SSC Freisen am Samstagabend in der Bruchwaldhalle mit einem großen Plakat bei ihren Fans für die Unterstützung in ihrer ersten Saison in der 3. Liga bedankten, hatten einige den Mundwinkel ein wenig nach unten gezogen. Nur zu gerne hätte sich der Aufsteiger mit einem Sieg im letzten Heimspiel vom eigenen Anhang verabschiedet. Doch daraus wurde nichts. Gegen den Tabellenvierten VfR Umkirch zog der Tabellenfünfte mit 1:3 den Kürzeren (25:22, 21:25, 23:25 und 22:25).

Als sich die gut 300 Besucher (Rekordkulisse) mit lang anhaltendem Applaus für die schöne Geste der Mannschaft bedankten, hatten die ersten SSC-Spielerinnen aber schon wieder ein Lächeln im Gesicht. Und spätestens 20 Stunden später dürfte die Laune bei allen Akteurinnen dann bestens gewesen sein.

Denn nach der 2:3-Niederlage der TG Mainz-Gonsenheim am Sonntag bei der TG Bad Soden stand fest, dass Freisen selbst bei einer Niederlage im letzten Saisonspiel (6. April beim TV Lebach) nicht mehr auf einen Abstiegsplatz rutschen kann. Das Saisonziel, der Ligaverbleib, ist damit eingetütet. Freisen kann für seine zweite Spielzeit in der 3. Liga planen.

„Die Erleichterung ist natürlich riesengroß. Jetzt können wir im letzten Spiel befreit aufspielen“, jubelte SSC-Zuspielerin Leonie Dewes. „Aktuell sind wir Fünfter, selbst wenn wir noch auf Rang sieben abrutschen sollten, wäre das eine super Platzierung“, ergänzte die 20-Jährige.

Der Frust über die Heimniederlage gegen Umkirch war also schnell verflogen, zumal Freisen in der Begegnung keineswegs enttäuschte. „Wir haben in allen Bereichen besser gespielt als eine Woche zuvor gegen Mainz-Gonsenheim (2:3, Anm. d. Red.). Die Partie war echt auf einem hohen Niveau“, fand Dewes.

Gegen Ende des ausgeglichen ersten Satzes wandelte Freisen einen 20:22-Rückstand in eine 23:22-Führung um. Dann sorgte Noreen Geenen, die den Club am Saisonende aus beruflichen Gründen verlässt und in ihrem letzten Heimspiel noch einmal richtig Gas gab, mit einem gelungenen Block dafür, dass Freisen zwei Satzbälle hatte. Gleich den ersten davon nutzten die Gastgeberinnen, Umkirchs Luise Mauersberger schlug einen Schmetterball ins Aus.

Dies sollte aber einer der wenigen „Fehlschläge“ der 1,86 Meter großen ehemaligen Erstliga-Spielerin bleiben. „Sie war die beste beim Gegner“, urteilte SSC-Trainerin Brigitte Schumacher. „Manche meiner Mädels mussten aber auch 50 Zentimeter hochspringen, um sie zu blocken. Das ist uns auch ein paar Mal gelungen, aber halt nicht immer.“

Nicht gelungen war für Freisen auch der Beginn des zweiten Satzes. In dem lagen die Gastgeberinnen schnell mit 0:6 hinten. Zwar kam der SSC noch einmal auf 16:18 heran, doch am Ende schaffte Umkirch mit einem 25:21 den Satzausgleich.

Zu Beginn des dritten Satzes lief es für die Gastgeberinnen wieder besser. Allerdings gab Freisen eine 10:6-Führung aus der Hand. Wenig später hieß es 19:16 für Umkirch. Das Wechselbad der Gefühle ging aber auch dann weiter: Als Kim Schwan den Ball zum 23:22 für die Schumacher-Mädels ins gegnerische Feld schmetterte, schien ein Satzgewinn möglich. Doch dann punktete der VfR drei Mal in Folge und holte sich eine 2:1-Satzführung.

Ähnlich verlief der vierte Satz. Freisen kämpfte sich nach einem 11:18-Rückstand noch mal auf 16:18 heran, doch in den entscheidenden Phasen zeigte sich vor allem Mauersberger nervenstark und sicherte dem VfR so die Zähler zum Sieg.