Vier Stunden mit dem Besten aus 19 Musicals

Vier Stunden mit dem Besten aus 19 Musicals

Freisen. "Das Beste" heißt die aktuelle Show der Musical Magics. Und das ist nicht gelogen. Das, was die Truppe um Michael Thinnes am Freitagabend in der Bruchwaldhalle bot, war das Beste, was sie in den vergangenen Jahren in Freisen geboten hat. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Junge Union das Musical-Potpourri in die Gemeinde holte

Freisen. "Das Beste" heißt die aktuelle Show der Musical Magics. Und das ist nicht gelogen. Das, was die Truppe um Michael Thinnes am Freitagabend in der Bruchwaldhalle bot, war das Beste, was sie in den vergangenen Jahren in Freisen geboten hat. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Junge Union das Musical-Potpourri in die Gemeinde holte. Und auch Alexander Becker, der für die Pressearbeit der JU zuständig ist, ist sehr zufrieden: "Das war eine tolle Show, ich habe viel Positives von den Besuchern gehört", sagte er nach der knapp vierstündigen Musical-Gala. Dabei wäre die Veranstaltung fast ins Wasser gefallen. Nachdem bis gut eine Woche vor der Show nur etwa 250 Karten abgesetzt waren, zog die JU in Erwägung, die Veranstaltung abzusagen. "Unser Mut wurde belohnt", freut sich der Vorsitzende Daniel Müller, dass sie es nicht gemacht hat. Denn noch nie zuvor, das hat Becker von der Dame an der Kasse erfahren, seien so viele Karten an der Abendkasse verkauft worden wie am Freitagabend. 19 Musicals hatten die Akeure in ihren Zusammenschnitt aus acht Jahren Musical-Magics eingebaut. Wie immer brillierte dabei der Chef der Chef der Truppe, Michael Thinnes, in seinen Paraderollen als Graf Krolock in "Tanz der Vampire" und Dr. Jekyll in "Jekyll & Hyde". Sicher und überzeugend singt er die Hymnen "Die unstillbare Gier" und "Dies ist die Stunde". Aber auch die anderen Akteure haben sich gesteigert. Mal abgesehen von ein paar nicht perfekt gesungenen Tönen bei "Starlight Express", überzeugten alle Sänger stimmlich. Ohne ihren Stargast der vergangenen Jahre, Marion Wilmer, ist die Truppe gewachsen. Jetzt zeigten auch andere Sängerinnen, was sie können. Da wagte sich Tina Veit an die schwierigen Lieder "Erinnerung" aus "Cats" oder an das "Phantom der Oper" heran. Julia Steffen sang "Ich gehör nur mir" aus "Elisabeth" ohne Probleme, und das "Nur Du allein" aus "Starlight Express", gesungen von Sabine Breil, war einer der Höhepunkte der Show. Ein gutes Händchen bewiesen die Verantwortlichen bei der Song-Auswahl. Lieder wie "Wenn ich tanzen will" (Elisabeth), "Dir gehört mein Herz" (Tarzan), "Der ewige Kreis" (König der Löwen), "Engel aus Kristall" (Die drei Musketiere) oder "Totale Finsternis" (Tanz der Vampire) gehören wirklich zu dem Besten, was die deutsche Musical-Szene zu bieten hat. Genau wie "Sind die Sterne gegen uns" aus dem Musical "Aida", was dank Mario Stammel und Grit Malburg, die mit viel Gefühl singen, bei so manchem Besucher für Gänsehaut sorgte. Und gute Laune versprühte das "Mamma-Mia"-Medley. Gesteigert haben sich die "Musical-Magics" nicht nur stimmlich. Vor allem in Sachen Ausstattung und Kostüme haben sie sich stark verbessert. Das Bühnenbild ist sehr aufwändig gestaltet, die Kostüme kommen denen aus den Original-Produktionen sehr nahe. Völlig zu Recht nennt sich diese Show "Musical Magics - Das Beste".