Verletzter Storch in Freisen stirbt auf dem Weg zum Tierarzt

Traurige Nachricht : Geretteter Storch ist gestorben

An Neujahr fiel Autofahrern auf der A 62 das am Flügel verletzte Tier auf. Sie retteten es von der Straße und verständigten den Naturwildpark in Freisen.

Für die Tierpfleger im Naturwildpark Freisen begann das Jahr mit einem Schreck. Ein verletzter Storch wurde ihnen gemeldet, von der nahen Autobahn gerettet. Und dieses Tier ist kein unbekanntes im Park. Denn dort wurde das vierjährige Weißstorch-Männchen von Hand aufgezogen. „Es ist so traurig“, sagt Matthias Broszeit vom Naturwildpark in Freisen. „Man sieht das Tier aufwachsen, entlässt es in die Freiheit und hofft, dass es ihm gut geht.“

Lange Zeit war das der Fall. Bis zu der verhängnisvollen Silvesternacht. „Den Verletzungen nach zu urteilen, ist der Storch vom Feuerwerk getroffen worden“, sagt Broszeit. Sein Flügel war gebrochen. Es sei sehr neblig gewesen in der Nacht auf den 1. Januar. Womöglich sei das Tier von Böllern aufgeschreckt worden und losgeflogen. „Bei den modernen Feuerwerksbatterien, bei denen in Sekundenfolge mehrere Schuss abgegeben werden, hat so ein Tier keine Chance, dem zu entkommen“, analysiert Broszeit.

Kaum war der Storch in Obhut der Tierpfleger eilten diese zum Tierarzt. „Der Flügel hätte wohl amputiert werden müssen“, sagt Broszeit. Und so bereitete sich das Team schon einmal auf diese Diagnose vor. Doch noch unterwegs sei das Tier gestorben. Umgeben von jenen Menschen, die es kannte.

„Vielleicht macht sich der ein oder andere Gedanken und beschließt, künftig weniger zu knallen“, sagt Broszeit.

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