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THW - Einsatzkräfte absolvieren SpezialtrainingLkw im tiefen Matsch beherrschen

THW - Einsatzkräfte absolvieren SpezialtrainingLkw im tiefen Matsch beherrschen

Freisen. Das THW überlässt nichts dem Zufall, um seine Einsatzkräfte optimal für den Ernstfall vorzubereiten. 75 Fahrer übten auf der in Deutschland einzigartigen speziellen Kfz-Geländelehrbahn auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder den Umgang mit den schweren Einsatzfahrzeugen in schwierigem Gelände

Freisen. Das THW überlässt nichts dem Zufall, um seine Einsatzkräfte optimal für den Ernstfall vorzubereiten. 75 Fahrer übten auf der in Deutschland einzigartigen speziellen Kfz-Geländelehrbahn auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder den Umgang mit den schweren Einsatzfahrzeugen in schwierigem Gelände. "Das A und O ist dabei die Sicherung der Ladung", sensibilisierte KFZ-Bereichsausbilder Josef Stoll vom THW Freisen die Fahrergruppe an seiner Station. Punkt für Punkt sprach Stoll jede noch so winzige Kleinigkeit einer Ladungssicherung an, erst dann wurde die beladene Pritsche in die Kipplage gebracht. "Dank der untergelegten Antirutschmatten kann die Ladung nicht mehr rutschen", wies Stoll bewusst noch einmal auf die Wichtigkeit der schwarzen Matten hin. Vor jeder Fahrt sei die Ladung einhundertprozentig zu sichern, und nicht nur dann, wenn es ins Gelände gehe. Schnell mussten die Teilnehmer dort feststellen, dass das Fahren im offenen Terrain eine schweißtreibende und hochgradig fordernde Angelegenheit darstellt. "Es ist einfach alles anders. Das Lenkrad macht was es will", schilderte Fahrschüler Thomas Scherer vom THW Nohfelden seine Eindrücke. Den Fahrern wurde auf der Geländelehrbahn so gut wie alles abverlangt. "Die Anspannung ist groß. Man muss sich unheimlich konzentrieren", meinte Scherer zu den ständig wechselnden Herausforderungen des kniffligen Parcours. Nach dem Überqueren von Bahnschienen wurde eine begrenzte Durchfahrt durch einen Stangenwald geübt. Wie bei einem Hochwassereinsatz musste anschließend ein Wasserhindernis durchquert werden. "Dem Fahrer soll damit auch die Angst genommen werden", erklärte Stationsleiter Friedhelm Kirsch. Bis weit über die Stoßstange versanken die geländegängigen Fahrzeuge in den Schlammlöchern der Wellenbahn. "Klar macht so eine Fahrt riesig Spaß. Im Vordergrund steht für uns jedoch, dass wir das nötige Wissen vermitteln, das im Ernstfall lebensrettend ist", verdeutlichte Stoll. Schlammig ging es auch bei der Bergung des Lkw mit der Seilwinde zu. Mit einer Zugkraft von fünf Tonnen zog der Gerätekraftwagen I ein hängengebliebenes Fahrzeug aus einem Wasserloch. "Wir unterweisen die Fahrer über den richtigen Umgang mit der Winde", sagte Kirsch. Ein genaues Augenmaß war beim Rangieren mit den Anhängern gefragt. Vorwärts oder rückwärts, be- oder unbeladen schoben oder drückten die Fahrer einen Anhänger millimetergenau zwischen zwei Pylonen hindurch. "Die großzügige Fläche ist für alle Übungsstationen geradezu prädestiniert", lobte Stoll. Neben dem praxisbezogenen Teil gehörte selbstverständlich auch ein Theorieblock zum Ausbildungstag dazu. Harald Strümpler von der Merziger THW-Geschäftsstelle hatte die Fahrer eingangs über die Sicherung beim Gefahrguttransport informiert. Die Verpflegung der Teilnehmer hatte wie in der Vergangenheit die Logistikgruppe des THW-Ortsverbandes Freisen übernommen.

Auf einen BlickZweimal pro Jahr findet die Fahrerausbildung im THW-Geschäftsbereich Merzig auf dem Truppenübungsplatz Baumholder statt. Die Geschäftsstelle ist zuständig für zwölf Ortsverbände. Je sechs Ortsverbände entsenden im Frühjahr und Herbst im Wechsel ihre Fahrzeugführer zur Ausbildung nach Baumholder, zu der auch Gäste von anderen Rettungsorganisationen willkommen sind. Die Organisation obliegt KFZ-Bereichsausbilder Josef Stoll vom THW Freisen. frf