Tarifkonflikt der US-Zivilbeschäftigten: Durchbruch erzielt

Tarifverhandlungen : Tarifkonflikt der US-Zivilbeschäftigten: Durchbruch erzielt

Gute Nachrichten zum Jahresbeginn: Nachdem die Verhandlungen für die Entgelte der Beschäftigten der Stationierungsstreitkräfte Ende 2019 ins Stocken geraten waren, kehrten die Arbeitgeber nun zum Verhandlungstisch zurück.

Dabei konnte am Wochenende ein Durchbruch erzielt werden. „Wir freuen uns, dass das Engagement der Beschäftigten und der politische Druck Wirkung gezeigt haben und die Arbeitgeber noch einmal nachgebessert haben,“ erläuterte Verdi-Gewerkschaftssekretärin Susanne Riedel. Der nun vorliegende Verhandlungsstand sieht eine Einmalzahlung von 200 oder 250 Euro sowie eine Erhöhung der Entgelte um drei Prozent zum 1. Januar 2020 bei einer Laufzeit bis 31. Oktober 2020 vor. Zudem sollen die Ausbildungsentgelte rückwirkend zum 1. Oktober 2019 um 50 Euro erhöht werden. Die Gewerkschaft Verdi befragt nun ihre Mitglieder, was sie von der Einigung halten.

Die etwa 13 000 Zivilbeschäftigten der Gaststreitkräfte sind vor allem bei den US-Streitkräften beschäftigt, zum Teil auch bei den britischen, französischen, kanadischen und belgischen Streitkräften sowie bei der Nato. Der größte Teil der Beschäftigten lebt und arbeitet in Rheinland-Pfalz, an den Standorten in Spangdahlem, Baumholder, Sembach, Kaiserlautern, Ramstein-Miesenbach, Miesau, Landstuhl, Pirmasens, Grünstadt und Germersheim. Auch in nahen Baumholder, wo auch zahlreiche Menschen aus dem St. Wendeler Land arbeiten, ist im vergangenen Jahr gestreikt worden (wir berichteten). Die Zahl der Zivilbeschäftigten dort beziffert ein Sprecher der US-Militärgemeinde auf 450. Etwa 50 (Stand: Juli 2018) kommen aus dem Saarland, ein Großteil davon aus dem Landkreis St. Wendel.