Steinernes Symbol des Glaubens

Oberkirchen. Die Erneuerung des alten Dorfkreuzes in der Dreieckstraße sei ein Zeichen dafür, dass sich die Christen nicht dem Zeitgeist beugen, der das Kreuz am liebsten aus dem Alltag verbannen möchte. "Vielmehr ist es ein Zeichen dafür, dass sie dem Glauben der Vorfahren treu bleiben", sagte Pastor Hanno Schmitt

Oberkirchen. Die Erneuerung des alten Dorfkreuzes in der Dreieckstraße sei ein Zeichen dafür, dass sich die Christen nicht dem Zeitgeist beugen, der das Kreuz am liebsten aus dem Alltag verbannen möchte. "Vielmehr ist es ein Zeichen dafür, dass sie dem Glauben der Vorfahren treu bleiben", sagte Pastor Hanno Schmitt. Während einer Feier am Samstagabend erteilte er dem etwa 200 Jahre alte Kreuz nach erfolgter Restaurierung den Segen.Das Kreuz sei ein Denkmal, das die Zeiten überdauert und das die Christen immer wieder an das Fundament ihres Glaubens erinnert. Dass das Kreuz unter Denkmalschutz stehe, habe neben der historischen aber noch eine weitere Bedeutung. Den Gläubigen sage dieser Schutz auch: "Denk mal an den, der am Kreuz für dich gelitten hat." Deshalb sei es ein Symbol der Hoffnung, denn Jesus Christus habe durch seinen Tod und seine Auferstehung den Tod ein für alle mal besiegt. In einem der Gebete sprach der Geistliche die Bitte aus: "Herr Jesus Christ, schau auf deine Diener, die dieses Kreuz errichtet haben, damit sie durch die Kraft des Kreuzes vor Unheil bewahrt bleiben."Der Oberkircher Ortsvorsteher Karl-Josef Scheer hob in seiner Ansprache hervor, dass das Kreuz in dieser Form eines der wenigen in der ganzen Region sei. Zierde für das DorfDurch die Pflege über vier Generationen hinweg sei es immer eine Zierde für Oberkirchen gewesen. Arnold Scheer dankte er, dass er die Historie aufgeschrieben habe, damit sie der Nachwelt erhalten bleibt. Caroline Loch, der derzeitigen Besitzerin, überreichte der Ortschef einen Blumenstrauß. Den Anwohnern dieses Wohngebietes war die Einsegnung des Kreuzes ein Straßenfest wert, bei dem, wie auch beim Wortgottesdienst, Mitglieder des Musikvereins Harmonie und der Volkshauskapelle unter der Leitung von Alfred Uhl spielten. Der Erlös des Festes wird für die Pflege des Kreuzes verwandt. Freisens Bürgermeister Wolfgang Alles betonte gegenüber der SZ: "Die Oberkircher Bürger zeigen sich historischen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen." Das steinerne Schaftkreuz mit dem Christuskorpus stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Es steht auf einem schlichten Sockel. Die Kreuzarme sind in Kleeblattform gehalten. Die im Mittelteil eingravierte Jahreszahl 1877 geht vermutlich auf eine Erneuerung zurück. Das Kreuz befindet sich seit seiner Errichtung vor mehr als 200 Jahren in Familienbesitz. Nicht überliefert ist, warum es auf dem damals noch unbebauten Grundstück aufgestellt worden ist. Auf Bitten des Oberkircher Ortsrats und nach der Zustimmung der Besitzerin Carolin Loch hat die Gemeinde Freisen das Kreuz durch eine Neunkircher Firma restaurieren lassen. Zu den Kosten von 4000 Euro hat Saartoto 2000 Euro gespendet. gtr