1. Saarland
  2. St. Wendel
  3. Freisen

Sperrung der Ortsdurchfahrt in Haupersweiler endet heute

Baustelle : Freie Fahrt ins Ostertal wie auf Schienen

Heute endet die Sperrung in der Haupersweiler Ortsdurchfahrt. Die Sanierung der L 122 ist abgeschlossen.

„Das ist Fahren wie auf Schienen“, sagt Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) und lächelt, als er aus seinem Wagen steigt. Mit diesem ist er gerade auf der L 122 von Oberkirchen nach Haupersweiler gefahren und freut sich über den neuen Straßenbelag. Die Fahrbahn sei zuvor in einem schlimmen Zustand gewesen. „Wir haben lange dafür gekämpft, dass die Straße in das Sanierungsprogramm aufgenommen wird“, erinnert sich der Rathauschef. In diesem Sommer nun gab es eine neue Asphaltdecke für die Haupersweiler Ortsdurchfahrt. Anlieger genießen das neue Fahrgefühl schon seit vergangenem  Donnerstag. Am heutigen Mittwoch, 1. August, wird die Straße  für alle freigegeben. „Die Verbindung ins Ostertal steht wieder“, sagt Scheer.

Mitte Juni hat der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) mit der Sanierung der L 122 begonnen. Wie dessen Pressesprecher Klaus Kosok berichtet, gingen die Arbeiten schneller voran als geplant. Kalkuliert hatte der LfS mit 41 Werktagen, nach 33 Tagen waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Also acht Tage vor Plan. Was jetzt noch ausstünde, seien kleinere Restarbeiten. Außerdem müssen die Fahrbahnmarkierungen noch aufgesprüht werden. Insgesamt 500 000 Euro kostet die Sanierung. Das Geld dafür stammt aus Landesmitteln.

In zwei Abschnitten wurde an der L 122 gearbeitet. Auf einer Länge von 900 Metern zwischen Haupersweiler und Oberkirchen sowie auf einer Strecke von knapp 1000 Metern in der Ortsdurchfahrt des Freisener Gemeindeteils. Zunächst musste der alte Asphalt runter – in einer Dicke von drei bis fünf Zentimetern beziehungsweise sechs bis acht Zentimetern. Der neue Straßenbelag ist vier Zentimeter dick, darunter wurden Asphaltbinderschichten aufgetragen. Der LfS-Sprecher lobt in einer Mitteilung die Geduld der Haupersweiler Anlieger. Bei ihm seien trotz Sperrung keinerlei Beschwerden oder Kritik eingegangen.

Diesen Umstand führt der Freisener Bürgermeister auch darauf zurück, dass es im Vorfeld der Bauarbeiten eine Infoveranstaltung gegeben hat. „Außerdem spielen die Ortsvorsteher eine wichtige Rolle, die direkt im Dorf vermitteln“, so Scheer. Vermittelt, das habe er in dem ein oder anderen Fall, bestätigt Franz-Josef Danneck, Haupersweiler Ortsvorsteher. Doch die Anlieger hätten auch aufgepasst. „Sie haben sich bei mir gemeldet, wenn mal wieder jemand die Absperrung zur Seite geschoben hat.“ Er und sein Stellvertreter Alfred Mai erinnern sich an einen besonders kuriosen Fall. „Eine Fahrerin ist mit ihrem Auto über den Gehweg gefahren“, schildert Danneck. Ihre Erklärung, als sie gestoppt wurde: Sie hätte die Sperrung nicht gesehen.

Diese Erfahrung hat den Rathaus-Chef bei einer Baustelle in der Rosenstraße/Dreickstraße in Oberkirchen trotz Vollsperrung zu einer zusätzlichen Absicherung veranlasst. „Ich habe auch noch Bauzäune aufstellen lassen, damit der Asphalt in Ruhe trocknen kann“. Etwa 36 Stunden bräuchte er dafür.

Während der LfS an der L 122 quasi von Rinne zu Rinne arbeiten ließ, habe sich die Gemeinde um defekte Bordsteine, den Bürgersteig und Schächte gekümmert. Außerdem gab es auch für die Ostertalstraße auf einer Länge von etwa 180 Metern eine frische Asphaltdecke. Wie Scheer berichtet, habe das das Straßensanierungsprogramm möglich gemacht. Die Kosten dafür liegen bei zirka 60 000 Euro.