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So war die Oldie Nacht in Freisen

Oldie Nacht : Ein Hauch von Woodstock in Freisen

Die Band MEP-Live gab den Startschuss zum Open-Air. Im Anschluss stand The Earls auf der Bühne.

Mit einer großen Oldie Nacht wurde in Freisen bei einer Sonderveranstaltung der Reihe „Live im Sitzungssaal“ wieder ein abwechslungsreiches Programm auf dem Rathausvorplatz geboten. Bürgermeister Karl-Josef Scheer (SPD) blickte zwar etwas besorgt zum Himmel, war dann doch optimistisch, dass das Wetter halten werde – und er sollte recht behalten.

Den Startschuss zum Open-Air-Konzert gab der Organisator der Konzertreihe, Peter Weigerding, mit seiner Formation MEP-Live. Mario Scheufler (Gitarre, Mundharmonika, Gesang), Ernesto Schmitt (Bass) und Peter Weigerding (Cajon, Percussion) spielten Klassiker aus Rock, Pop, Country, Funk und Blues. Sie brachten schon bald die ersten Gäste zum Tanzen. Vor allem die Stimme von Mario Scheufler hätte keine Verstärker benötigt, so tragend und melodisch, so akzentuiert und voller Gefühl intonierte er die Stücke. „Wir lassen heute Abend einfach mal den neumodischen Kram weg“, umriss Peter Weigerding das Programm. Klassiker von The Slade, Climax Blues Band, Eric Clapton, The Beatles und vielen anderen bekannten Interpreten machten den Rathausvorplatz fast ein bisschen zu Woodstock, dem großen Rock-Festival der Sechziger in den USA. Mit einem Medley wurde es dann richtig rockig, bluesig und countrylike. Gemeinsam mit der Band sangen die Gäste unter anderem „Country Roads“. Sogar Publikumswünsche wurden erfüllt und so spielten die Musiker „Crazy little Thing called Love“ von Queen. Als Zugabe gab es dann noch „Horse with no Name“ von America bevor The Earls den zweiten Part bestritten. Zuvor erklärte Bürgermeister Scheer, dass der Erlös des Abends der Jugend-Spiel-Gemeinschaft zugutekommt und rief die Besucher zu einer kleinen Spende auf, welche die Gäste bei den jungen Fußballern los werden durften.

Danach betrat mit The Earls die älteste Oldie Band des Saarlandes die Bühne. Roland Jene (Schlagzeug) Hans-Werner Latz (Sologitarre, Gesang) zählen beide schon zu den Gründungsmitgliedern der Band. „Sie gehen sich schon mehr als 50 Jahre auf die Nerven“, kommentierte Georg Latz. Heribert Walacha war für den erkrankten Bassisten Manfred Becker eingesprungen und der Neffe des verstorbenen Dieter Glöckner hatte seinen Part an der Gitarre übernommen. Von Anfang an herrschte eine irre Stimmung und mit der Routine von mehr als einem halben Jahrhundert spielte die Band bis in die Nacht hinein.