Sanierung wird doppelt so teuer wie geplant

Sanierung wird doppelt so teuer wie geplant

Freisen. Die Sanierung des Freisener Rathauses nach dem Wasserschaden Mitte Oktober (wir berichteten) wird deutlich teurer als ursprünglich angenommen. Hatte Bürgermeister Wolfgang Alles unmittelbar nach der Bestandsaufnahme mit rund 50 000 Euro gerechnet, so geht er jetzt davon aus, dass "wir nicht weit unter 100 000 Euro liegen"

Freisen. Die Sanierung des Freisener Rathauses nach dem Wasserschaden Mitte Oktober (wir berichteten) wird deutlich teurer als ursprünglich angenommen. Hatte Bürgermeister Wolfgang Alles unmittelbar nach der Bestandsaufnahme mit rund 50 000 Euro gerechnet, so geht er jetzt davon aus, dass "wir nicht weit unter 100 000 Euro liegen". Denn die erste Schätzung machte er bereits, als noch nicht klar war, dass sich das Wasser durch die Kabelkanäle auch in hinterste Schlitze seinen Weg gebahnt hatte. Allein die Trockungsmaschinen mussten vier Wochen laufen. "Das haben wir so nicht erwartet", sagt Alles.Die Trochnungsphase ist seit gut einer Woche abgeschlossen. Jetzt geht es, wie es Alles ausdrückt, an die "Wiederaufbauphase". Derzeit wird im Sitzungssaal ein neuer Parkettboden verlegt, und auch die Granitarbeiten im Erdgeschoss sind im Gange. Sobald diese Bodenarbeiten abgeschlossen sind, geht es ans Inventar. Alles geht davon aus, dass das derzeit ausgelagerte Bürgerbüro ab Mitte Januar wieder seinen Betrieb am angestammten Platz aufnehmen kann. Derzeit gebe es noch hin und wieder Probleme mit der EDV-Anlage. "Dann fällt das System aus", sagt Alles. Aber auch das soll bis Mitte Januar geregelt sein. Mit Spannung erwartet Alles die Messungen in den Kabelkanälen. Das passiert aber erst, wenn diese zu 100 Prozent trocken sind. "Dann wird der Zustand der Leitungen überprüft", sagt Alles. Davon hänge ab, wie hoch der Gesamtschaden letztendlich ist. Zum Schluss der Arbeiten werde das Foyer gestrichen und tapeziert.

Schuld an dem Wasserschaden war ein kleines Ventil in der Theke im Obergeschoss. Dieses war weggeflogen; das Wasser schoss mit vollem Druck heraus. "Das war wie eine verdeckte Brunnenanlage", erklärte Alles damals. Denn das Ventil war in einem Schrank. "Materialermüdung" vermutet der Verwaltungs-Chef als Ursache. Schließlich ist das Ventil so alt wie das Rathaus - 22 Jahre.

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