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Pfarrkirche St. Katharina Oberkirchen ist renoviert

Nach der Renovierung : Ein Hauch himmlische Sphäre auf Erden

Nach achtwöchiger Renovierung erstrahlt die Pfarrkirche St. Katharina in Oberkirchen in neuem Glanz.

Der Zeitplan wurde eingehalten: Nach einer achtwöchigen Innenrenovierung konnten die Gläubigen wieder den Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Katharina in Oberkirchen feiern. Während der  Sanierungsarbeiten fanden die Messen im benachbarten Pfarrheim statt. Zur Wiedereröffnung war die Kirche mit knapp 400 Gläubigen gut gefüllt. Pastor Hanno Schmitt verkündete die Predigt erstmals hinter einem imposanten Stein vom Weiselberg, der von kleineren Steinen umgrenzt wird, welche in goldenen Buchstaben die Namen der vier Evangelisten tragen. „Ich danke allen, die mitgeholfen haben, unsere Kirche in diesem Glanz erstrahlen zu lassen, den vielen ehrenamtlichen Helfern, die zahlreiche Stunden gearbeitet haben und denen keine Mühe zu viel war“, sagte der Pastor.

Die Schönheit einer Kirche, so Schmitt weiter, sei die Frucht der Wertschätzung derer, die sie in ihrer Pfarrei haben. Nach mehreren Jahren hatte aber der Zahn der Zeit an der Ausstrahlung der Kirche St. Katharina genagt. „Ihr Inneres war schwarz geworden und mahnte durch sein Aussehen mehr an die Vergänglichkeit der Dinge, als dass es die Hoffnung auf Ewigkeit beflügelte“, blickte Schmitt zurück. Durch die Renovierung sei dem Gotteshaus der Hinweis auf die Schönheit des Himmels wiedergegeben worden.

Zusätzlich wurden dadurch die kunsthistorischen Bauphasen der Kirche wieder herausgestellt. „Betritt man das Gotteshaus durch den Turm, der im 13. beziehungsweise 14. Jahrhundert errichtet wurde, durchschreitet man zunächst die Epoche der Gotik“, erklärte Schmitt. Die Gotik sei der Stil des Hoch-und Spätmittelalters und wolle den Blick des Menschen zum Himmel wenden. „Deshalb wurde die Decke blau, ihre Rippen rostrot gestrichen und mit vergoldeten Sternen versehen, ein typisches Stilelement dieser Zeit“, so der Pastor. Erst danach gelangt der Kirchgänger in den barocken Saal. „Die Farben Weiß, Gold und Rot beherrschen das Raumprogramm. Die Figuren der Heiligen verweisen auf den Himmel, die ganze Farbgebung und Ornamentik soll etwas von der himmlischen Sphäre hier auf Erden sichtbar machen soll“, erläuterte Schmitt. Auch die zwölf Stellen, an denen die Kirche bei ihrer Weihe gesalbt wurde, sind wieder im barocken Stil sichtbar gemacht worden. Sie seien mit den Namen der Apostel versehen. Eine Statue, die Schmitt auf dem Speicher des Pfarrhauses entdeckt hatte, ließ er renovieren und dann in der Taufkapelle anbringen. In der Werktagskapelle bezeuge die neue Deckenmalerei, dass sie der Gottesmutter gewidmet ist.

Im modernen Teil der Kirche beeindruckt nach wie vor, aber nun grundgereinigt und mit etwas hellerer Farbe unterlegt, das Mosaik von Franz Mörscher, das die Aussendung der Apostel zur Verkündigung des Evangeliums vor der Himmelfahrt zeigt. „Dass das Leben nach dem Evangelium ein Herzensanliegen unserer Gemeinde ist, illustriert sein neugestalteter Verkündigungsort“, stellte Schmitt fest.

Der Ambo, ein  Gesteinsbrocken vom Weiselberg, soll die Verbundenheit mit Oberkirchen darstellen. Foto: Frank Faber
Pastor Hanno Schmitt zelebrierte den ersten Gottesdienst nach der Innenrenovierung der Kirche. Foto: Christiane Uhl

Die Kosten für die Renovierung belaufen sich auf 210 000 Euro. Durch den Zuschuss des Bistums Trier in Höhe von 60 000 Euro beträgt der Eigenanteil der Kirchengemeinde 150 000 Euro. Den Betrag von 6000 Euro hat die katholische Frauengemeinschaft Oberkirchen zur Finanzierung einer neuen Beleuchtungsanlage gespendet. „Der Erlös stammt aus den Veranstaltungen, die wir im Laufe eines Jahres durchgeführt haben“, berichtete die Vorsitzende Verena Klein. Die Frauengemeinschaft helfe bei der Realisierung von Projekten in der Pfarrei gerne mit.