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Oktoberfest: Nageln und Feiern wie in Bayern

Oktoberfest : Nageln und Feiern wie in Bayern

Zweites deutsch-amerikanisches Oktoberfest ging am Freitag in  Berglangenbach über die Bühne.

Das größte Volksfest der Welt in München verzeichnete in diesem Jahr einen Besucherrekord. Aber auch zum kleinen Ableger in Berglangenbach seien mehr Besucher gekommen als bei der Premiere im Vorjahr.

Darüber freute sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Baumholder, Bernd Alsfasser, der zusammen mit dem Gebietsleiter der Kirner Brauerei, Walter Deyer, zum zweiten deutsch-amerikanischen Oktoberfest geladen hatte.

„O‘zapft is“, verkündete Alsfasser, nachdem er gemeinsam mit dem Command Sergeant Major (Oberstabsfeldwebel) der Garnison, Brett Waterhouse, und der Kommandeurin der 16. Versorgungsbrigade, Colonel (Oberst) Michelle Donahue, und deren Command Sergeant Major (Oberstabsfeldwebel) Frank Graham das Fass angeschlagen hatte. Rund 100 Besucher waren am Freitagabend in die blau-weiß dekorierte Markthalle nach Berglangenbach gekommen, darunter auch Gäste aus dem Landkreis St. Wendel Sie aßen nicht nur bayrische Spezialitäten wie Brezeln, Weißwürste, Haxn oder Knödel und tranken Bier, das ihnen die Feuerwehr zapfte.

Sie lauschten auch der Stimmungsmusik des Musikvereins „Bleib treu“ Berglangenbach und beteiligten sich am Bayerischen Triathlon, der in diesem Jahr sogar vier Disziplinen bot. Die deutsch-amerikanischen Teams, aufgeteilt in Frauen und Männer, mussten sich im Maßkrug-Stemmen, im Nageln und im Wett-Trinken messen; außerdem hatte Alsfasser noch eine besondere Aufgabe parat: Jedes Team sollte schätzen, wie schwer der Feuerwehrhelm ist, den ihm der Feuerwehrchef aus der Partnerstadt Delaware beim Besuch vor gut einer Woche geschenkt hatte. Am Ende siegten bei den Damen das Team mit Nicole Bier, Birgit Preusse, Michelle Donahue und Annmarie Schultz, und bei den Herren die Mannschaft mit Rouven Hebel, Tim Lorscheider, Steven Schultz und Frank Graham. Die Gewinnerteams können sich über ein Abendessen mit Bernd Alsfasser freuen. Aber am Ende waren alle Sieger, wie Alsfasser betont: „Wir hatten wieder ein tolles Fest, das die deutsch-amerikanische Freundschaft demonstriert hat.“ In ungezwungener Atmosphäre wurde geschunkelt, gelacht und geplaudert.

Mit dabei war erstmals auch eine Abordnung des Innenministeriums Rheinland-Pfalz aus dem Referat Kommunalentwicklung, Konversion und US-Stabilisierungsprogramm und dem Referat Streitkräfte. Das MDI hat das Projekt „Willkommen in Rheinland-Pfalz – Unsere Nachbarn aus Amerika“ vor vier Jahren ins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist es, freiwillige Angebote für die Einbindung von US-Bürgern in das öffentliche Leben vor Ort zu schaffen und die Beziehungen sowie Freundschaften zu intensivieren.

Gäste aus dem Landkreis St. Wendel: Der Beigeorndete Werner (links) und der ehemalige Selbacher Ortsvorsteher Alois Wilhelm, dahinter Bernd Alsfasser. Foto: Melanie Mai

Dass in Baumholder die Beziehungen zwischen Deutschen und Amerikanern besonders gut funktionieren, davon konnte sich die Delegation an diesem Abend überzeugen. Und nicht nur das: Denn eigentlich war es ein tri-nationales Fest. Da zu dem Zeitpunkt auch die Franzosen aus der Partnerstadt Warcq in der Verbandsgemeinde zu Gast waren, hatte Stadtbürgermeister Günther Jung auch eine französische Delegation zum Oktoberfest mitgebracht.