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Bergslalom: Mit Vollgas um die Hütchen

Bergslalom : Mit Vollgas um die Hütchen

150 Fahrer starteten in verschiedenen Klassen  beim Bergslalom in Oberkirchen.

Wie Taxifahrer, die am Flughafen auf Fahrgäste ausharren, standen sie zunächst hintereinander in der Warteschlange. Einzeln rollten sie vor, Motorenlärm dröhnte, das Gaspedal wurde durchgedrückt und die Piloten flogen mit ihren getunten Rennautos und Serienfahrzeugen um die Pylonen über die 1000 Meter lange Piste: 150 Fahrer in verschiedenen Klassen starteten beim Bergslalom in Oberkirchen. Schon zwei Jahre Umbauzeit hat der St. Wendeler Matthias Mohr in seinen Boliden gesteckt. „Er wird wohl nie richtig fertig“, meinte der in der Klasse S8 bis 1400 Kubikzentimeter rasende Pilot. Mit dem 200 PS starken Austin-Mini heizte er in 53:40 Sekunden über Strecke, nietete aber zwei Pylonen um und kassierte Strafsekunden. „Dadurch bin auf Platz fünf zurückgefallen“, sagte Mohr. Am zweiten Renntag schüttete es zwischendrin vom Himmel unaufhörlich, die Rennläufe mussten wegen Starkregen unterbrochen werden. Im Trainingslauf der Serienfahrzeuge Klasse S6 legte der Grügelborner Chris Wäger im Ford Focus mit 58:98 Sekunden eine Wahnsinnszeit auf dem abgetrockneten Asphalt hin. Dann Pech für ihn, im ersten Durchgang erwischte er zwei Pylonen und schram-
mte mit dem Fahrzeugheck die Leitplanke und fiel im Klassement auf Platz sieben zurück.  Den Klassensieg fuhr der Schwarzenbacher Stefan Petto nach Hause. Zweimal wurde er im Ziel unter einer Minute (59:96 und 59:73 Sekunden) gestoppt. Dahinter büßte Stefan Ruffing (Subaru) in Lauf eins durch zwei „Verbremser“ wertvolle Zeit ein. Im zweiten Lauf fuhr Ruffing im 59:91 Sekunden die Bestzeit und belegte hinter Petto den zweiten Platz.  Insgesamt hatten 85 Fahrer für den Rennslalom und 65 für die Rennläufe um die Clubsportmeisterschaft gemeldet.