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Metaller streiken für mehr Lohn

Metaller streiken für mehr Lohn

5,5 Prozent mehr Gehalt, Altersteilzeit und Bildungsurlaub: Das sind die Forderungen, für die Hörmann- und Diehl-Mitarbeiter auf die Straße gegangen sind. Sie beendeten zwei Stunden vor Schichtende ihre Arbeit.

Die Metall-Beschäftigten ziehen im Tarifkonflikt die Daumenschrauben an. Am Donnerstag legten dazu Mitarbeiter des Unternehmens Hörmann an den Standorten Freisen und Eckelhausen sowie Diehl für mehrere Stunden die Arbeit nieder. Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hatte zu dem Warnstreik aufgerufen. Nach Angaben ihres Neunkircher Regionalvertreters Jörg Caspar beteiligten sich rund 350 Kollegen an dem Ausstand. Die Polizei bestätigt die Angaben. Der 1. Bevollmächtigte schwor während der Versammlung im Freisener Kolpinghaus die Streikenden auf aus Gewerkschaftssicht gerechte Lohnforderungen ein. So müsse es über einen zweiprozentigen Inflationsausgleich auch eine Beteiligung an der Produktivität der Betriebe geben. Der liege derzeit bei 1,5 Prozent. Caspar spricht von einer "Umverteilungskomponente".

Landesweit waren am Vormittag Beschäftigte auf die Straße gegangen. Während verschiedener Kundgebungen machten sie ihrem Ärger Luft und verliehen ihren Forderungen abermals Nachdruck. Zu ersten Arbeitsniederlegungen auch im St. Wendeler Land war es bereits vor einer Woche gekommen (wir berichteten). Seitdem hat sich an der Verhandlungsfront noch nichts Wesentliches getan.

In dem jüngsten Tarifkonflikt zwischen Arbeitnehmer und Gewerkschafter geht es um mehr Lohn, Altersteilzeit und Bildungsurlaub . So fordert die IG Metall 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeberseite hält dies für überzogen und bieten zurzeit 2,2 Prozent.

Die IG Metall hatte in Freisen die Frühschicht aufgerufen, zwei Stunden früher als gewohnt die Arbeit zu beenden. Das Gleiche galt für die nachfolgenden Schichten.

Nach Abschluss der Kundgebung war es zu einem Unfall mit dem Gewerkschaftstransporter gekommen. Er rutschte auf glatter Straße bei Freisen in den Graben. Mitarbeiter des Technsichen Hilfswerks (THW) befreiten den Wagen, der die Fahrt fortsetzen konnte. Verletzt wurde laut Caspar niemand.