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Lilian Hintermeyer aus Freisen veröfentlicht neues Buch

Neues Buch : Oft taucht sie nachts in die Fantasiewelt ein

Autorin Lilian Hintermeyer aus Freisen veröffentlicht im September ihren Roman „Am Ende steht immer ein Anfang“.

Sie schreibt am späten Abend, oftmals mitten in der Nacht. Nun hat die Freisener Hobbyschriftstellerin Lilian Hintermeyer ihr zweites Buch fertiggestellt. Im September erscheint der neue Frauenroman „Am Ende steht immer ein Anfang“.

Neben ihrem Vollzeitjob als Angestellte hat die 48-Jährige in den vergangenen Jahren sechs Romane und ein Kinderbuch verfasst. „Ich habe schon als Kind gerne geschrieben, bis mir ein Lehrer den Hahn zugedreht hat und mich um die Fantasie gebracht hat“, blickt sie zurück. Der verheirateten Autorin Hintermeyer, Mutter von zwei Kindern und Oma von drei Enkelkindern, gelingt der Spagat zwischen Familienleben und dem Eintauchen in die Fantasiewelt für ihre Geschichten. „Ich habe oft die Handlung der Geschichte schon in meinem Kopf“, erklärt Hintermeyer. Anschließend dringt sie in die Köpfe der Protagonisten ein. „Was fühlen und sehen sie? Das ist wie ein Kostüm“, meint die Schriftstellerin. Die Namen der Romanfiguren seien frei erfunden. „Ich googele sie vorher, damit die Namen auch frei sind“, geht sie auf Nummer sicher.

Berlin und der Himmel sind der Schauplatz in ihrem Buch „Am Ende steht ein Anfang“, das im September veröffentlicht wird. Und das passiert in der fiktiven Geschichte: Annabelle, eine 25-jährige alleinstehende Frau, stirbt an den Folgen eines Unfalls. Sie kommt in den Himmel, was ihr überhaupt nicht passt, weil die Probleme weitergehen. Denn Annabelle hat ihre vierjährige Tochter zurücklassen müssen. Wenn es brenzlig wird und sie ihr helfen will, muss die Mama den Gang durch eine geheime Tür im Himmel antreten. „Ganz ehrlich, ich habe beim Schreiben mehrfach geheult“, gesteht sie.

Ihr neues Werk bezeichnet sie als reines Frauenbuch. „Ich habe auch gehört, dass Männer mein anderes Buch schon gelesen haben“, berichtet sie. Seit Mai ist das Werk „Kartons voller Erinnerungen“ über den Verlag Books on Demand erhältlich. „Es dreht sich dabei um eine komplett aus der Fantasie entstandene Liebesgeschichte. Der Leser ist der Gast“, so Hintermeyer. Und die Gäste erleben mit Madita und Andreas ein wunderschönes Paar. Ihr erstes Zusammentreffen ist ein Paradebeispiel von Amors Treffsicherheit. Doch da gibt es klitzekleine Probleme. Zum einen, Andreas ist verheiratet und zum anderen: Madita wurde gerade erst von ihrem Verlobten abserviert. Trotz dieser Widrigkeiten verlieben sie sich, beschließen aber, jeder für sich, diese Gefühle zu ignorieren und ihr bisheriges Leben fortzuführen. Bis ein fürchterlicher Schicksalsschlag ihnen die Möglichkeit bietet, doch auf ihr Herz zu hören. Aber auch diesen Wink ignorieren beide gekonnt. Erst als Madita überraschend den Heiratsantrag ihres Ex-Verlobten annimmt, kommt Schwung in die völlig verfahrene Situation. Was niemand ahnt: Dass es in dieser romantischen Rechnung eine unbekannte Gleichung gibt, die dem Schicksal etwas nachhilft. Und dann sind da ja auch noch diese ominösen SMS, die zusätzlich für Verwirrung sorgen und die eigentlich gar nicht existieren dürften.

„Für mich ist es sehr schön, in eine andere Welt reinzuswitchen und alles durch die Augen der Protagonisten zu sehen“, erläutert die 48-Jährige. Beim neuen Werk hat sie darauf Wert gelegt, dass ihr Buch auch in die Handtasche der Frau passt. Zusätzlich hält die Autorin nicht von einer auffälligen Gestaltung des Buchdeckels. „Das passt nicht zu mir. Ich bin einfach, mein Cover ist einfach, das ist mein Stempel“, begründet die Freisenerin.