Leben retten liegt ihnen im Blut

Leben retten liegt ihnen im Blut

Der 150. Spendetermin insgesamt in Oberkirchen war Anlass zu einer besonderen Auszeichnung: Uwe Litz und Ernst Becker haben beide schon je 100 Mal Blut gespendet. Damit sind sie Vorbild für viele andere engagierte Blutspender.

Beim 150. Blutspendetermin des DRK-Ortsvereins Oberkirchen wurden für ihre Treue und ihr Engagement sieben Blutspender geehrt. Aus diesem Grund verlief der Termin etwas anders als sonst. So wurde im Ruheraum ein Film über die Verarbeitung der Blutspende bis zur Verwendung im Krankenhaus gezeigt. "Für viele sicherlich ein interessanter Einblick in die Arbeit des Blutspendedienstes", so Michaela Loch vom Ortsverein Oberkirchen . Außerdem gab es ein besonders reichhaltiges Büfett.

Seit April 1972 veranstaltet der DRK-Ortsvereins Oberkirchen regelmäßig Blutspendeaktionen. "Zu Anfang waren es nur zwei Termine pro Jahr", erläuterte Herbert Meinl. "Dann wurde die Anzahl der Termine auf fünf pro Jahr gesteigert und zur Zeit hat es sich aus Kapazitätsgründen bei vier Blutspendeterminen eingependelt." Insgesamt hat der Ortsverein bei den 150 Blutspendeterminen rund 18 000 Blutspenden verzeichnen können. "Das sind im Schnitt 120 Spenden pro Termin", so Meinl. Bestes Ergebnis bisher waren 185 Spenden an einem Termin.

"Ich freue mich sehr, dass ich heute hier so viele neue Gesichter sehe", begrüßte Meinl die Erstspender. Neun zählte er unter den insgesamt 89 Gästen. Gerade jetzt in der Urlaubszeit würden Blutkonserven benötigt. Wegen des verstärkten Reiseverkehrs stiegen auch die Unfallzahlen.

Markus Baldes hat bereits 75 Mal gespendet und Kerstin Bonenberger, Jannick Litz, Maike Scheer sowie Martina Zimmermann wurden für jeweils zehn Spenden geehrt. Zwei wurden gar für 100 Blutspenden geehrt: Uwe Litz (St. Wendel) und Ernst Becker (Namborn). Letzterer war mit Unterbrechungen fast von Anfang an dabei. Ihn haben Kollegen der Industriewerke Saar GmbH (IWS) in Schwarzerden, wo er damals arbeitete, dazu animiert, zum Termin mitzukommen. Dann ist er dem Ortsverein in Oberkirchen treu geblieben, obwohl er seinen Wohnsitz inzwischen nach Namborn verlegt hat. Außerdem sei die regelmäßige Blutspende auch wie ein kleiner Gesundheitscheck, da das Blut vor der Verwendung untersucht wird und somit eventuelle Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können.

Uwe Litz begann seine Blutspenderkarriere bei der Bundeswehr in Trier. "Damals, 1977, wurden nach einem schweren Unfall bei der Bundeswehr Spender mit der Blutgruppe Null-negativ gesucht. Ich habe mich dann spontan gemeldet. Damals wurde direkt von Körper zu Körper an den Patienten das Blut übertragen, so dringend wurde die Spende benötigt", so Litz. Dieses Erlebnis habe ihn davon überzeugt, dabei zu bleiben. "Es hat außerdem auch den Nebeneffekt, dass durch die Blutentnahme der Körper dazu angeregt wird, neues Blut zu bilden. Und das tut einfach gut", macht Litz auf einen weiteren Vorteil aufmerksam.

Der nächste Blutspendetermin in Oberkirchen ist am Donnerstag, 10. November, 16 Uhr, in der Grundschule.

Zum Thema:

Auf einen Blick Je 100 Blutspenden: Ernst Becker (Namborn), Uwe Litz (St. Wendel). 75 Blutspenden: Markus Baldes (Oberkirchen ). Je zehn Blutspenden: Kerstin Bonenberger, Jannick Litz, Maike Scheer, Martina Zimmermann (alle Oberkirchen ). rgm

Mehr von Saarbrücker Zeitung