Launig und gekonnt

Freisen hatte an diesem Wochenende in der Bruchwaldhalle Hochkarätiges aus der Welt der Blasmusik zu bieten. Neun Gruppen präsentierten über drei Tage verteilt die „Kronjuwelen der Blasmusik“.

Zünftig ging es am Wochenende in der Bruchwaldhalle in Freisen zu. Zum siebten Mal präsentierten dort Cornel Hahnenberg und sein Team an drei Tagen die "Kronjuwelen der Blasmusik ".

Schon bevor man die Halle betreten konnte, empfingen einen die Klänge von Trompeten, Tubas und Posaunen, und man fühlte sich bereits auf dem Vorplatz ein wenig wie in München auf der Wies'n. Das Gefühl war in der Halle dann noch stärker. Bierzeltgarnituren als Sitzgelegenheiten, Frauen in farbenfrohen Dirndl und Männer mit Lederhose und Gamsbarthut. Dazu ausgelassene Stimmung, Es wurde gepfiffen und geklatscht und einige wackelten an ihren Plätzen zum Takt der Musik mit den Hüften. Das Dargebotene hob sich dann aber doch von klassischer Oktoberfest-Musik ab. Denn was Freisen an diesem Wochenende auf der Bühne der Bruchwaldhalle zu bieten hatte, waren Hochkaräter der Blasmusik . Neun Gruppen präsentierten an drei Tagen die "Kronjuwelen der Blasmusik ".

Eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitag von den Mährischen Freunden. Die Lokalmatadoren spielten für ihr Publikum traditionell mährische Musik und auch viele Eigenkompositionen und läuteten so die Veranstaltung mit ihren unterschiedlichen Musikern ein.

Dazu gehörten Gruppen aus Deutschland wie die Obermüller Musikanten, Michael Maier und seine Blasmusikfreunde, Berthold Schick mit "Allgäu 6" und die Junge Eiffelländer Blasmusik . Aus Österreich waren die Lungauer sowie Viera Blech angereist, um Stimmung zu machen. Und aus den Niederlanden hatte man die Blaskapelle Judaska gewinnen können. So ergab sich eine gute Mischung aus böhmischer und mährischer Blasmusik , Wirtshaus- und Volksmusik.

Geburtstag gefeiert

 Blasmusik mit Viera Blech aus Österreich.
Blasmusik mit Viera Blech aus Österreich.
 Berthold Schick und seine Allgäu 6.
Berthold Schick und seine Allgäu 6.
 Polonaise mit den Musikanten.
Polonaise mit den Musikanten.

Als Höhepunkt der Kronjuwelen war im Vorfeld die Formation Vlado Kumpan und seine Musikanten aus Tschechien angekündigt worden, denn die 13 Musiker gaben in Freisen ihr einziges Jubiläumskonzert anlässlich ihres 15-jährigen Bestehens. Dementsprechend bot die Gruppe versierter Blech- und Holzbläser einen Querschnitt aus ihrer gemeinsamen Musikkarriere. Dazu gehörten Walzer wie "Liebe auf den ersten Blick" oder "Herzig", Polkas wie "Der kleine Wurm" oder die "Rudi-Polka", aber auch Stücke der Popgeschichte wie Bette Midlers "The Rose". Zusätzliche Abwechslung schuf die Kapelle durch wechselnde Solisten, die das Publikum mit ihren Fertigkeiten derart beeindrucken konnten, dass keiner von ihnen ohne eine oder sogar zwei Zugaben zurück in die Formation gelassen wurde.